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Kaufunger interessieren sich für Belange der Gemeinde

Bürgerabend (1)Auf großes Interesse stieß der erste Bürgerabend der Gemeinde Kaufungen, zu dem Bürgermeister Arnim Roß am 18. Januar 2011 in den großen Saal des Bürgerhauses eingeladen hatte.
Rund 140 Kaufunger Bürgerinnen und Bürger versammelten sich ab 18 Uhr im Saal und informierten sich an den Infoständen der Gemeindeverwaltung, die dort aufgebaut waren. Fachkundig und kompetent wurden Fragen von Mitarbeitern der Kindertagesstätten, des Ordnungsamtes, des Kulturbereichs, der Finanzverwaltung, des Bauamtes und der Sozialstation beantwortet, man kam ins Gespräch, nahm sich Infomaterial mit und konnte auch auf ausgelegten Formularen Fragen, Vorschläge und Beschwerden schriftlich einreichen.
Bürgermeister Arnim Roß zeigte sich sichtlich erfreut über die große Resonanz des Bürgerabends, als er um 19 Uhr die Anwesenden begrüßte. Dieser Bürgerabend solle dazu dienen, den Kaufunger Bürgerinnen und Bürgern den Haushalt näher zu erläutern. Ferner bestehe die Möglichkeit sich einzumischen, Vorschläge zu unterbreiten und Fragen zu stellen. Zudem stellten sich auch die Dienstleistungen der Gemeindeverwaltung vor.
In seinerBürgerabend (2) mit einer Power Point Präsentation unterstützten Vorstellung des Haushaltes stellte der Bürgermeister fest, dass der Haushalt der Gemeinde Kaufungen seit Jahren von Realismus geprägt sei und die Ausgaben relativ stabil geblieben seien. Einsparungsmöglichkeiten seien nach eingehender Prüfung in den Haushalt eingearbeitet worden. Im Einzelnen ging Arnim Roß auf die Einnahmen- und Ausgabenseiten des Haushaltes 2011 ein und erläuterte einige Posten näher. So wies er daraufhin, dass durch die Wirtschaftskrise seit 2008 die Steuereinnahmen erheblich gesunken seien. Alles in allem jedoch zeigte sich Bürgermeister Roß optimistisch, dass sich in den kommenden Jahren auch durch wieder steigende Steuereinnahmen der Haushalt der Gemeinde Kaufungen positiv entwickelt. Bürgermeister Roß wies daraufhin, dass ein gerechter Finanzausgleich zwischen den staatlichen Ebenen in Deutschland, der auch der kommunalen Ebene die Möglichkeiten des selbstständigen Handels lässt, notwendig ist.
Besonders ging der Bürgermeister auf zwei Bereiche des Haushaltes ein. Zum einen ist es der Bereich Soziales, in den z.B. die Kinderbetreuung, die Jugendarbeit und die Seniorenarbeit fallen. Um eine auch für Familien attraktive Gemeinde zu bleiben, dürfe in diesen Bereichen nicht gespart werden, stellte er fest. Auch dem demografischen Wandel müsse Rechnung getragen werden.Bürgerabend
Im Zuschussbedarf für den Kulturbereich sind 2011 die Kosten für die 1000-Jahrfeier enthalten. Daran dürfe nicht gespart werden, da sich diese Feier auch positiv nachhaltig für die Gemeinde auswirken werde. Das qualitativ hoch stehende Kulturangebot sei darüber hinaus auch ein Alleinstellungsmerkmal und Standortvorteil Kaufungens, das über Jahre hinweg kontinuierlich aufgebaut worden sei und jetzt durch Sparmaßnahmen nicht kaputt gemacht werden dürfe.
In der sich anschließenden lebhaften Diskussion mit den Kaufunger Bürgerinnen und Bürgern, in der deutlich wurde, dass sich die Menschen für die Belange ihrer Heimatgemeinde interessieren und auch gerne mitreden möchten, wies Bürgermeister Roß darauf hin, dass alle schriftlich eingereichten Vorschläge, Fragen und Beschwerden protokolliert und in der nächsten Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses am 27. Januar beraten werden. Jeder Bürger bekomme eine Rückmeldung, versicherte der Bürgermeister. Eine besondere Transparenz soll auch durch die Veröffentlichung auf der Internetseite der Gemeinde gewährleistet werden, auf der später auch ein Diskussionsforum eingerichtet werden soll.
Deutlich wurde in der Fragestunde der Wunsch, dass solche Bürgerabende jetzt regelmäßig stattfinden sollten, um den Bürgern die Möglichkeit der Mitsprache zu geben. Dies sei, so erklärte Arnim Roß, auch die Intention der Gemeinde.
Mit dieser positiven Resonanz schloss der Bürgermeister gegen 20 Uhr den offiziellen Teil des Bürgerabends. Die Besucher standen jedoch anschließend noch eine geraume Zeit zusammen, um das eine oder andere im kleineren Kreis zu diskutieren.