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Beiträge Forum „Bebauung am Kreisel“

Folgende Beiträge gingen vom 10.10.2013 bis 10.11.2013 ein:

Professor Wolfgang Rettberg, Kaufungen

2013-10-10 20:50:51

Bürgerbeteiligung ??

Die HNA schrieb: “Bei der ersten von drei geplanten Bürgerversammlungen wurde ein neuer Weg der Beteiligung beschritten“ (vgl. HNA online 09.10.2013). So neu ist der Weg nicht: Ähnliche Veranstaltungen gab es zu ähnlichen Themen bereits in der Gesamtschule und in der Haferbachbachhalle. Mit ähnlich viel Aufwand und bislang ohne Wirkung. Und wir an den Hochschulen sind skeptisch, ob diese Form des Dialogs wirklich zielführend ist. Ich möchte nicht über Alibifunktionen schreiben, aber ein merkwürdiges Gefühl bleibt. Es mag sein, dass das beauftragte Planungsbüro, welches zwei Entwicklungsvarianten vorstellte, sorgfältig recherchiert und geplant hat, das Ergebnis mutet ein wenig an wie “von gestern“, Städtebau 3. Semester. In Europa sind wir weiter und die neue Fassung des Baugesetzbuches ist da auch auf einem anderen Weg. Und es ist bedauerlich, dass die Beteiligung der Bürger 'eingesetzt wird', wo schon Planungsvarianten bestehen, wo doch sehr viel früher die Phantasie der Menschen gefragt sein dürfte/sollte. Kaufungen hatte es 'geschafft', sein “Tafelsilber“, sein “Sahnestück“, zu schützen. Nun werden Wege beschritten, die dies offenbar alles zunichte machen könnten. Wohnraum für 240 Menschen soll entstehen, sind dabei nicht viele von denen, die ihr altes Fachwerkhaus in den Ortszentren aufgeben (hoher Instandsetzungsbedarf, schwierige Wohnverhältnisse etc.), um in ihrer barrierefreien Dreizimmerwohnung (gem. DIN 18025)  in der Mitte von Kaufungen, das sie nicht verlassen möchten, ihren Lebensabend zu verbringen ? In der “neuen Mitte“ entsteht ein Sog, in den alten Ortskernen ein Vakuum. Schon eingeleitet durch die Etablierung der Einkaufsmöglichkeiten am Rande der Siedlungsgebiete, EDEKA auf dem Riffer-Gelände (vgl. BauGB § 1 a). Ich liebe diesen Ort mit seinen Menschen, seinen Kulturschätzen, seiner Umgebung. Und bedaure es umso mehr, wie mit seiner Zunkunft umgegangen wird.

Professor Wolfgang Rettberg aus Niederkaufungen
in der Mühlenstrasse 7
mailto: architektur-rettberg@t-online.de

Torsten Felstehausen

2013-10-11 10:05:37

Antwort auf Beitrag von Herrn Rettberg

Hallo Herr Rettberg,

ich habe mich gefreut Sie am Dienstag im Bürgerhaus angetroffen zu haben. Sicherlich verfügen Sie über einen großen Erfahrungsschatz in Sachen Planung und Bürgerbeiteiligung. Die Gemeinde Kaufungen könnte davon profitieren.

Schade nur, dass sie bei der Kritik der Methoden hierbei nicht konkret werden. “Wir an den Hochschulen sind da skeptisch“ - Ja, aber welche Alternative schlagen Sie denn vor? Es bleibt im Vagen und Ungefähren.

Und Ihre Pauschalkritik “Städtebau 3. Semester“ macht es sehr schwer sich mit ihren (m.E. richtigen) Ansätzen auseinander zu setzen. Ich würde mir Ihrerseits etwas weniger “Dialog von oben“ wünschen.

 

Siegfried H. Ritter

2013-10-18 10:34:52

Antwort und Gedanken

Das vorgesehene Gelände zu bebauen und zu

nutzen hat den Vorteil, dass der heute noch

deutlichen Trennung zwischen Ober- und Nieder-

Kfgn. entgegengewirkt würde. Mich stört es

diese Frage bei allen Gelegenheiten immer noch

beantworten zu müssen.

Die “neue Mitte“ sollte auch wirklich eine

belebte Mitte werden (Nagativbeispiel

Lohfelden, da ist die neue Mitte wie

ausgestorben)

Der Kreisel muss erhalten bleiben, wie sonst

soll der Umleitungsverkehr der zukünftigen A44

durch den Ort fließen können?

Was machen wir im Januar mit unseren

Weihnachtsbäumen - die Verbrennung auf dem

Festplatz ist doch eine schöne Einrichtung.

Wo ist der zukünftige Festplatz?

Gibt es für 240 Wohnungen einen Bedarf?

Was ist mit Sicht-, Staub- und Lärmschutz?

Bitte nicht so, wie im Neubaugebiet in

Lohfelden!

Die Straßenbahnführung mit 2 nahegelegenen

Haltestellen scheint mir ausreichend. Falls die

“Express-Strecke“ wieder zu Ehren käme, wäre im

Norden eine neue Haltestellenmöglichkeit

“Sportstätten“ kostengünstig sinnvoll.

Sicher nicht ernsthaft zu diskutieren sind die

beiden angesprochenen “Lärmzonen“ Schule und

Kindergarten (auch Feuerwehr?). Wer damit nicht

umgehen kann, braucht ja nicht dorthin zu

ziehen.

Die Leipziger Str. in diesem Bereich müsste

einen nicht nur von Wohngebäuden geprägten

Charakter haben, davon sind Richtung Osten und

Westen genügend “langweilige“ Ausführungen

vorhanden. Städtisch sollte es werden - wie

macht man das? Viel Glas und Stahl?

Variante 1 ziehe ich der Version 2 vor.

Ich freue mich auf das neue Kaufungen.

 

Reinhard Böth

2013-10-21 11:51:47

Hotelbetrieb für die “neue Mitte“

In Kaufungen und Umgebung fehlt m. E. ein größeres Hotel, welches mind. einen Bus mit Touristen beherbergen kann. Gegenüber der Begegnungstätte in Nähe zur Straßenbahnhaltestelle wäre ein guter Standort, der nicht nur für Besucher Kaufungens, sondern auch für Königsalmbesucher für Kasseltouristen attraktiv wäre.

 

Jona Königes

2013-10-27 00:46:05

Keine toten Schlafortsteile!

Ich wünsche mir für die “neue Mitte“ einen lebendigen Ortsteil, der nicht den Charakter der vielen anderen Neubaugebiete hat, wo abends um 20.oo h die Bürgersteige hochgeklappt werden. Deshalb wünsche ich mir nicht eine weitere Einfamilienhaussiedlung mit vielen privatisierten Flächen für Menschen mit entsprechender Finanzkraft, sondern einen lebendigen Ortsteil mit vielen günstigen (Miet)Wohnungen auch für Leute mit wenig Geld. Es soll ein Ort sein, der Lebendigkeit ausstrahlt mit vielen öffentlichen, verkehrsberuhigten Strassenzügen und Plätzen, wo alle sich treffen können zum sitzen, spielen, klönen und feiern.

Ich wünsche mit eine Wandelallee mit Bäumen und Grünanlagen von Nord nach Süd, die den Hessenring mit der Losse verbindet und eine ensprechende Verbindung von Ost nach West, der Ober- und Niederkaufungen miteinander verbindet.

In der Mitte (der neuen Mitte) kann dann ein Platz mit Wasserspielen, einem Strassencafe und/oder Biergarten sein, der ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt ist.

Es soll eine Wohnungsbaugenossenschaft entstehen, die ein Miteinander der Menschen fördert und sie miteinander in Kontakt bringt.

Ich wünsche mir viele Gemeinschaftsflächen auf denen Spielorte für kleine Menschen sind neben Skaterplätzen für junge und Boulebahnen für Ältere sind, wo Gemeinschaftsgärten entstehen oder Kulturcafes oder Kunstschaffende arbeiten und ausstellen.

Ich wünsche mir einen Zugang zu einer “Lossepromenade“, die einlädt den Ort zu Fuß zu erkunden und zu genießen als Gegenpol zu einen komplett autogerechten Edeka mit Riesenparkplatz.

Ich wünsche mir eine sehr vielfältige Mischung von Lebensformen und gemeinschaftlichen Wohnen, die einen Gegenpol setzt zu den bestehenden toten Schlafortsteilen, den Ansammlungen privatisierten Raumes in Form von Einfamilienhäusern, der Kaufungen nur Lebensqualität nimmt und diese nicht erhöht.

Ich wünsche mir einen ausgebauten Nahverkehr, der einen Pendelbus durch die Ortsteile schickt um den Autoverkehr zu minimieren. Ich wünsche mir mehr Zebrastreifen um den Autoverkehr innerorts zu entschleunigen und dadurch die beiden Neubaugebiete zu verbinden.

Ich wünsche mir also etwas ganz anderes als bisher vorgeschlagen wurde.

 

Dirk Bandowski

2013-11-04 12:10:40

Bauen, Bauen, Bauen

Ich finde es insgesamt schade das Kaufungen jede

freie Fläche bebauen und versiegeln will. Immer mehr

BürgerInnen (Steuerzahler) auf Teufel komm raus. Ich

finde es schön wenn es in Kaufungen hier und da

Bereiche gibt die “offen“ sind. Wo man bewusst oder

unbewusst selbst bei einer kurzen Autovorbeifahrt den

Blick schweifen lassen kann. Gäbe es nicht auch

schöne Nutzungsvarianten fast ohne Bebauung? Aber

ich bin wahrscheinlich zu naiv für die heutige Zeit.

Wenn schon Bebauuung dann genau so wie Jona

König es haben wollen würde. Keine weitere

Einfamiliehaussiedlung aber auch keine großen

Wohnbunker. Platz für den Blick und die Luft lassen.

Freie Räume lassen.

Man schaut auch in Kaufungen leider immer mehr vor

Beton.

Aber wie ein Vorredner schon schrieb. Es gibt nur die

Wahl zwischen Pest oder Cholera. Die zwei Varianten

stehen doch fest. Das nennt man dann

Bürgerbeteiligung?

 

Karl-Peter Schröder

2013-11-04 19:51:51

Keine BAB-Umgehung

Ich bin ganz deutlich dafür, dass die Ortsdurchfahrt rückgebaut wird, damit  später, wenn die Autobahn irgendwann mal befahrbar ist, keiner auf die unsinnige Idee kommt den ganzen Verkehr durch unseren Ort umzuleiten. Und unser Bürgermeister sollte als erster auch dafür einstehen, dass “seine“ Wähler ihre Ruhe haben. In Höhe Lohfelden wird mit großem Aufwand eine Lärmschutzwand errichtet und wir sollen den enormen Verkehrsstrom durch unseren Ort laufen lassen. Es wäre abartig.

Zu der Bebauung am Kreisel möchte ich sagen, dass ich es gut finde, dass die beiden Ortsteile zusammmenwachsen. Weiterhin bin ich der Meinung unsere Gemeinde sollte auf den Wohnungsmangel, auch in Hinblick auf die vielen Studenten in Kassel, reagieren. Mittelfristig ist das ein ertragreiches Unterfangen.

 

Gerhard Beier

2013-11-06 16:12:41

Neue Mitte ?

Für mich ist der Begriff Neue Mitte irreführend, da es auch nach der Bebauung, in welcher der vorgeschlagenen Varianten auch immer, nicht die Mitte von Kaufungen werden wird. Diese wäre es, wenn, wie vor Jahren mal überlegt, das Bürgerhaus und andere Gemeindeeinrichtungen dorthin gekommen wären. So ist es eigentlich ein ganz normales Baugebiet. Eine dichte Bebauung wäre m.E. nicht schön, da diese Freiflächen in unserer Gemeinde für eine gewisse  “Luftigkeit“ und Großzügigkeit sorgen.

Gestern Vormittag habe ich mal einige Zeit am Kreisel gestanden und habe die vielen Fahrzeuge bewusst aufgenommen. Eine normale Kreuzung kann diese Verkehrsmenge nur mit  ziemlichen Staus bewältigen.Der Kreisel muss daher auf jeden Fall bleiben. Da der Verkehr nun mal da ist, würde man ihn nur in andere Strassen verdrängen und die Anwohner würden sich hier wie dort belästigt fühlen.

 

Michael Meschede

2013-11-08 10:24:36

2013-11-08 11:46:00

2013-11-08 12:15:12

Nachhaltigkeit - Einklang mit Umwelt und Natur

Vor erst ca. 25 Jahren wurde die Leipziger Straße zwischen Ober- und Niederkaufungen mit hohem Aufwand und entsprechenden Mitteln aus Steuergeldern zurückgebaut, der Kreisel angelegt und zahlreiche Bäume gepflanzt. Mittlerweile stellt sich schon langsam ein “Alleecharakter“ ein und das sogenannte Straßenbegleitgrün erfüllt nun wesentliche ökologische und klimatische Funktionen. Dies betrifft natürlich auch die umliegenden gewachsenen Grünstrukturen wie z.B. am jetzigen Festplatz.

Diese gewachsenen Grünstrukturen sollten zwingend in den weiteren Planungen berücksichtigt und erhalten werden. Ebenfalls sollte die jetzige Verkehrsführung (Kreisel)

so beibehalten werden weil sie sich bewährt hat.

Wünschenswert wäre auch eine Planung, die die Energieeffizienz der Gebäude sowie den damit einhergehenden Klimaschutz vordergründig berücksichtigt. Hier ist Nachhaltigkeit und eine moderne resourcenschonende Bauweise gefragt. In den Festsetzungen der entsprechenden Bebauungspläne sollte der Einsatz von innovativen Haus- und Heizungstechniken, der Einsatz von regenerativen Energien, Regenwassernutzung etc. festgeschrieben werden.

Auch der Natur sollte ausreichend Raum gegeben werden Z.B. mit der Anlage von großzügigen naturnahen Grün- und Freiflächen, die dann nur eine extensive Pflege erfahren sollten. Es besteht die Chance hier eine Bebauung mit Vorzeigecharakter zu schaffen.

Mal sehen ob's klappt.

 

Stefan Krügner

2013-11-11 22:30:23

Guten Tag liebe Gemeinde Kaufungen,

leider habe ich es zeitlich verpaßt meinen Beitrag im bereitgestellten Forum niederzuschreiben. Dennoch möchte ich folgende Anregungen zum Thema Neue MItte / Bebauung am Kreisel anbringen. 

Ich befürworte den Lückenschluss zwischen den beiden Ortsteilen OK und NK in der neuen MItte. ich denke auch, dass der Bedarf an kasselnahem Wohnraum gegeben ist und viele Menschen die natur- aber auch stadtnahe Lage wichtig ist. Die Verkehrsanbindung ist optimal und attraktiv. Der Charakter der neuen Mitte sollte aber nicht nur reines Wohnen ausstrahlen, sondern viele Aspekte des Beitrages von Herrn Königes berücksichtigen. Die neue Mitte soll verbinden, einladen zum flanieren und verweilen. Ein großer Spielpark könnte berücksichtigt werden, der Spielgeräte für die Kleinen aber auch die Skateranlage für die Großen beinhaltet - Zentral gelegen, grün, mit attraktiven Wegen (vergl. z. B. den Jahnpark in Bad Hersfeld). Ggf. wäre durch eine entsprechende Grünanlage für ausreichenden Schallschutz zu den Wohngebäuden zu sorgen.

Der Verkehrskreisel hat sich sehr bewährt und sollte unbedingt erhalten bleiben. Ich bitte bei der Verkehrsbetrachtung auch zu berücksichtigen, dass die bestehende direkte Verbindung ohne Ampelkreuzung einen zügigen Wechsel zwischen den Ortsteilen ermöglicht. Auch die rasche Anfahrt von Rettungsdienst und Feuerwehr ist in die beiden Ortsteile stets gewährleistet. Bitte bedenken Sie auch, dass bei einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zunächst mit (ungekennzeichneten) Privatfahrzeugen zügig zum Gerätehaus in der Theodor-Heuss-Straße kommen müssen. Die derzeit bestehende direkte Verbindung ist hier von entscheidenem Vorteil.

Die Unterführung im Bereicht der Kita Kunterbunt könnte aufgehübscht werden, ggf. wäre eine Ergänzung der Querungsmöglichkeiten durch eine Brücke/Überführung sinnvoll.

Abschließend möchte ich mich sehr für die Öffentlichkeitsarbeit und die Bürgerbeteilung bedanken - begleitet von dem Wunsch, dass die teilweise neuen Aspekte der Bürger in die Varianten 1 und 2 einfliessen werden.

Mit freundlichem Gruß

Stefan Krügner.