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Konzept für eine zukunftsfähige Kinderbetreuung in Kaufungen beschlossen

Die Gemeindvertretung Kaufungen hat das Konzept für eine zukunftsfähige Kinderbetreuung in Kaufungen beschlossen.
Kinderbetreuung 
Bürgermeister Arnim Roß freute sich, dass das Konzept mit einer sehr großen Mehrheit verabschiedet wurde. Der Gemeindevorstand könne nun in die Umsetzungsplanung einsteigen und die notwendigen Gespräche und Verhandlungen führen. „Die Ziele sind benannt und der Weg ist beschrieben. Gehen wir also los!“, sagte der Bürgermeister, der das Konzept maßgeblich mit der Verwaltung und den Leiterinnen der Kaufunger Kindertagesstätten erarbeitet hatte.
 
Kernpunkte des Konzeptes sind die Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr sowie die zukunftsfähige Sicherung der Betreuung der Kaufunger Grundschulkinder. Weniger Handlungsbedarf besteht bei der Betreuung der 3-6jährigen Kinder, deren Rechtsanspruch auf Betreuung in Kaufungen schon seit vielen Jahren umgesetzt ist.
 
Das Konzept war im Vorfeld der Beschlussfassung ausführlich mit den Elternbeiräten und der Elternschaft erörtert worden. Es sei eine rege, eine sachliche und eine lebendige Diskussion gewesen, kommentierte Bürgermeister Roß. „Wir haben aus diesem Bürgerbeteiligungsprozess gute Anregungen und Vorschläge erhalten.“ Sie gingen in den Beschluss ein.
 
Um den Rechtsanspruch für die 1-3jährigen Kinder fristgerecht ab dem 01. August 2013 zu verwirklichen, wie es das Kinderförderungsgesetz des Bundes vorsieht, müssen in Kaufungen ca. 30 Krippenplätze neu geschaffen werden.
 
Das Ziel bei der Betreuung der Grundschulkinder ist die Zusammenfassung der Hortgruppen in der Nähe der Grundschule Oberkaufungen, um Schulkindern kurze Wege zu schaffen und Platzkapazitäten für die U-3-Betreuung zu erhalten. Die bestehende, zurzeit befristete vierte Hortgruppe wird unbefristet angeboten und verstetigt.
Für die Schulbetreuung in Oberkaufungen werde der Aufbau kooperativer Strukturen angestrebt als Vorstufe zu einer späteren Integrierten Schulbetreuung, erläuterte Bürgermeister Roß. Durch enge Zusammenarbeit zwischen Hort der Gemeinde, Schulbetreuung des Landkreises und Grundschule soll ein gemeinsames Bildungs- und Betreuungsangebot für die Grundschüler geschaffen werden. Die spätere integrierte Schulbetreuung soll in Kooperation mit dem Landkreis als Schulträger gestaltet und finanziert und unter einer Trägerschaft organisiert werden.
 
Die Schulbetreuung in Niederkaufungen soll gesichert werden. Die Beibehaltung des heutigen Angebotes, soll ein neuer Träger sicherstellen.
 
Grundsätzlich sprach sich die Gemeindevertretung dafür aus, dass die Betreuung aller Kinder möglichst in den Grundschulen stattfindet.
 
Bezüglich des Elternwunsches nach der Verlängerung der Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten Zwergenburg und Kunterbunt soll der Gemeindevorstand zunächst eine neue Bedarfsabfrage und –ermittlung noch im laufenden Kindertagesstätten-Jahr durchführen und der Gemeindevertretung das Ergebnis berichten.
 
Mit dem Beschluss dokumentiere Kaufungen sein Bestreben, den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr möglichst pünktlich umzusetzen, betonte Roß. „Das Thema Kinderbetreuung wird in seiner Bedeutung meist unterschätzt.“ Mit dem Konzept für eine zukunftsfähige Kinderbetreuung habe die Gemeinde diesem Handlungsfeld die angemessene, herausgehobene Stellung in der Entwicklungsplanung der Gemeinde eingeräumt, so Roß. „Kaufungen gewinnt dadurch als Wohnort eine klare Attraktivitätssteigerung für junge Familien, für die das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine immer größere Rolle spielt“, sagte Bürgermeister Roß.