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Kaufunger Museen
Geschichte und Alltagskultur des Lossetals

Bild der MuseumsschuleAuf den Spuren der Geschichte

Die Altdörfer der heutigen Gemeinde Kaufungen zwischen Kaufunger Wald und Söhrewald haben eine tausendjährige Geschichte. Das Stift Kaufungen, die Wasserkraft der Losse, Bodenschätze und die Nähe zur Residenzstadt Kassel prägten Wirtschaft und Alltag über viele Jahrhunderte.

1017 gründeten Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde auf dem Plateau über dem Lossetal ein Frauenkloster, das Grundherr der umgebenden Dörfer wurde. Nach der Reformation  ging es in den Besitz der Althessischen Ritterschaft über. Die Hessischen Landgrafen privilegierten bereits im 16. Jahrhundert den Abbau von Alaunton, Braunkohlen und Erzen.

Die 1839 gegründete Papierfabrik ist Markstein der Industrialisierung des Lossetals.

Mit dem Eisenbahnbau, mit Industrieansiedlungen und als Pendlerwohnorte der nahegelegenen Großstadt entwickelten sich die Kaufunger Dörfer seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zu typischen Industriedörfern wie sie im Umkreis Kassels überall entstanden.

Das gemeindeeigene Regionalmuseum macht diese Geschichte sichtbar und erfahrbar:

Am Standort Alte Schule werden in zwanzig Räumen der alten Oberkaufunger Dorfschule Arbeitswelt und Alltagsleben vorgestellt.

Bild von der Außenansicht des MitmachHauses Kaufungen       Die Alte Schule ist zugleich regionales Schulmuseum mit einem Klassenzimmer, Wandbildern und vielen weiteren alten Schulsachen.

Am Standort Rossgang, einem bergmännischen Pferdegöpel der 1820er Jahre, zeigt das Bergwerkmuseum Rossgang die über 400jährige Bergbaugeschichte des Ortes.

In der Alten Schule kann man sich in der umfangreichen regionalgeschichtlichen Bibliothek informieren.

Im MitmachHaus an der Alten Schule zeigen Themenausstellungen zur Milchwirtschaft und Vorratshaltung alte Traditionen und ländliche Alltagskultur. Museums- und umweltpädagogische Aktionen, auch museumsbezogene Kindergeburtstage, runden das Angebot ab.

Im Museumsgarten vor dem MitmachHaus laden Schaubeete u. a. mit Heil- und Gewürzkräutern, historischen Rosen, Obst und Gemüse im Bauerngarten je nach Jahreszeit zum „Begreifen“ ein.

In Wechselausstellungen und begleitenden Kulturprogrammen stellen die Kaufunger Museen immer wieder neue Themen der Regionalgeschichte vor.

Sonderausstellung in der Alten Schule bis 15. Juli 2018: "Mobil! Vom Laufen, Fahren, Transportieren, Radeln, Reiten, Rollern, Rennen... in Kaufungen"


Bild der Außenansicht des Regionalmuseums Alte Schule Kaufungen         Dörfliche Alltagswelt im Industriezeitalter
Regionalmuseum Alte Schule Kaufungen
Schulstraße 33

Das Regionalmuseum Alte Schule bietet vielfältige Einblicke in die Entwicklung der Dörfer im 19. und 20. Jahrhundert. Seit 1986 präsentiert die Gemeinde Kaufungen ihre Sammlungen in der ehemaligen Volksschule Oberkaufungens.

Die zusammengetragenen Gebrauchsgegenstände erzählen vom meist bescheidenen, arbeitsreichen Alltag der Erwachsenen und der Kinder in den vergangenen zweihundert Jahren.

Eine besondere Attraktion  ist die betretbare Inszenierung eines Dorfschulzimmers der 1920er, 1930er Jahre.

Eine Stollenanlage im Keller erinnert an die harte Arbeit im Braunkohlen-Tiefbau. Ehemalige Bergleute der Oberkaufunger Zeche haben hier ihre Arbeitsplätze rekonstruiert.

Bild des Kaufmannsladen im RegionalmuseumDorfleben im 19. und 20. Jahrhundert

Eisenbahn und Fabrikarbeit
Bergbau: begehbare Inszenierung eines Braunkohlenstollens
Feuerwehr
Landwirtschaftliche Geräte, Leinenproduktion
Auswanderung
Dörfliche Handwerke im Umbruch: Schuster, Sattler, Schneider, Töpfer, Schreiner, Drechsler, Zimmermann
Fachwerkbau
Kolonialwarenladen
Modernisierung im Dorf: Haushalt, Wasserversorgung, Elektrizität
Kindheit auf dem Land: Schulzimmer und Spielzeug
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Kaufungen in der Zeit des Nationalsozialismus

Zeugnisse vorindustrieller Zeit

Geologische Funde: Eiszeitpferd und Dinosaurierfährten
Zur Geschichte des Stiftes Kaufungen
Der Wald: vom Wirtschaftsstandort zum Erholungsort


Bild von der Außenansicht des Bergwerkmuseums RossgangTechnisches Denkmal der Industrialisierung
Bergwerkmuseum Rossgang
Freudentalstraße

Im Oberkaufunger Rossgang wurden zwischen 1823 und den 1880er Jahren die Braunkohlen der Zeche Freudenthal mit Pferdekraft aus 28 m Tiefe geholt. Danach übernahmen Dampfmaschinen am neuen, bahnhofsnahen Zechenplatz die Kohleförderung. Eine Bürgerinitiative hat in den 1970er Jahren den bergmännischen Pferdegöpel am  Waldrand wiederentdeckt, rekonstruiert und als Bergwerkmuseum eingerichtet.

Das Göpelhaus mit freitragendem Dach und der Schachthausanbau mit der Einfahrt sind heute technisches Denkmal aus der Zeit vor dem Einsatz der Dampfmaschine.

Im Zentrum des Göpelrunds steht der Wellbaum, um den das Förderseil einst von zwei im Kreis gehenden Pferden auf- und abgewickelt wurde. Die Kraftübertragung zum Schacht, Förderwagen und Arbeitsgeräte der Bergleute sind erhalten.

Bild des Pferdegöbels im Bergwerkmuseum RossgangEine Dauerausstellung zur Geschichte des Kaufunger Bergbaus und Sonderausstellungen informieren über die Braunkohle, die Kaufunger Zechen und die Arbeitsplätze der Bergleute.

Im Außenbereich steht das Modell einer vorindustriellen Alaunsiederei als Beispiel für die Oberkaufunger Produktion des Alaunkristalls. Er war begehrter Rohstoff für die Färberei, Gerberei, Papierherstellung und die Medizin.

Ein Referat von Willi Röhler können Sie hier lesen.

 

Ihr Weg zu uns


Tram 4 ab Kassel, Haltestelle Oberkaufungen-Mitte oder Oberkaufungen-Bahnhof, die Wege sind ausgeschildert.

Regionalmuseum Alte SchuleBild der Bauernstube im Regionalmuseum
Schulstraße 33
34260 Kaufungen
Telefon 05605-802-1420 (zu den Öffnungszeiten)
museum@kaufungen.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch/Donnerstag/Samstag 14:00 - 17:00 Uhr
Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: 1,50 Euro
Kinder 6 – 18 Jahre / Gruppen (ab 10 Personen): 0,50 Euro
Führungen: pro Stunde 20 € zuzügl. Gruppentickets
Schulklassen (Führung inklusive Eintritt): 20 €

Auch Kindergeburtstage können im Museum gefeiert werden.


Bild aus dem Bergwerksmuseum Rossgang, Blick auf die ausgestellten ExponateBergwerkmuseum Rossgang
Freudentalstraße
34260 Kaufungen

Öffnungszeiten 2017:
vom 7. Mai bis 1. Oktober, sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr
Gruppenführungen auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Telefon 05605 802-1420 (Museumsbüro in der Alten Schule)

Eintrittspreise:
pro Person 1,50 €
Kinder und Gruppenmitglieder (ab 10 Personen) 0,50 €
Führungen 20 € plus Gruppeneintritt

 

Bild aus der Fachwerkausstellung im RegionalmuseumKaufunger Geschichte kundig erkunden

Führungen durch das Regionalmuseum,
Standort Alte Schule oder
Standort Bergwerkmuseum Rossgang:
Telefon: 05605-802-1420

Themenführungen durch die alten Dorfkerne:
Telefon: 05605-802-0 (Gemeindeverwaltung)

Führungen durch die mittelalterliche Stiftskirche
und das Gebäudeensemble des Stiftes:
Telefon: 05605-6600 (Dekanat der ev. Kirche)

Führungen durch das Hessische Ziegeleimuseum Oberkaufungen e.V., Niester Str. 24, Telefon: 05605-7799

Eco-Pfad Wasser und Energie Kaufungen,
ab Haltestelle Oberkaufungen Mitte (Tram 4)