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Abschlusspräsentation der Kulturworkshop-Reihe: Angebot soll weiterentwickelt werden - Fest zum 50-Jubiläum der Gemeinde Kaufungen geplant

Mehr als 60 Bürgerinnen und Bürger, Kulturschaffende, Interessierte aus den Bereichen Bildung, Politik, Kirche und Vereine haben sich von April bis August 2018 intensiv mit dem Thema „Kultur in Kaufungen“ beschäftigt. Der Grund: Die Gemeinde hatte dazu aufgerufen, mithilfe von Bürgerbeteiligung das kulturelle Angebot weiterzuentwickeln, Ideen für Formate von zukünftigen Festen zu sammeln und die Möglichkeiten von Netzwerkbildung zwischen den Akteuren auszuweiten. Das Vorhaben wurde begleitet und moderiert vom Planungsbüro akp-Stadtplanung + Regionalentwicklung, das seit Ende 2017 mit einer Analyse des Kaufunger Kulturkonzeptes beschäftigt ist. Neben einer Bestandsaufnahme der verschiedenen Facetten von Kultur in Kaufungen soll das Konzept mithilfe vom Planungsbüro weiterentwickelt werden und neue Ideen bezüglich der Themen Vernetzung und Gemeindefeste hervorbringen. Ende August fand nun, nach Ende der moderierten Veranstaltungen, eine Abschlusspräsentation der Ergebnisse statt, die aus dem vergangenen Vierteljahr hervorgegangen sind. Bürgermeister Arnim Roß freute sich darüber, dass die Beteiligung an den Workshops zahlreich war und gute Diskussionen und Ergebnisse entstanden sind.

Sonja Kunze vom Planungsbüro akp_Stadtplanung und Regionalentwicklung, die auch zuvor die Workshops moderierte, gab zunächst einen kleinen Überblick über das, was die Kaufunger Kultur bereits zu bieten hat: Hochwertige Konzerte und Veranstaltungen im Stiftsareal/Stiftskirche, die zahlreiche Besucher, auch von außerhalb anlocken, ein breites Kaufunger Kulturprogramm (außenwirksames Kulturangebot), Museen, Bibliotheken und ein anschauliches Spektrum an Veranstaltungen von Vereinen und Kirchen (innenwirksames Kulturangebot). In punkto außenwirksames Kulturangebot gab Sonja Kunze den Ausblick, dass die Kaufunger Konzerte und der Kaufunger Stiftssommer weiterentwickelt werden könnte und weitere Kooperationen mit dem Kultursommer Nordhessen denkbar wären. Für den Bereich der innenwirksamen Kultur, die mehr dem sozialen Gefüge dient und vor allem von Kaufungerinnen und Kaufungern genutzt wird, kam die Regionalentwicklerin auf die Ergebnisse aus den Workshops zu sprechen, die nun im Überblick aufgeführt sind:

Verbesserung der Vernetzung durch einen „Abend der Kultur“ und neuen Kommunikationsebenen

Die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer kamen überein, dass ein Abend der Kultur, der alle zwei Jahre stattfinden könnte, sinnvoll wäre, um allen Akteuren aus den Bereichen Kultur und Vereine einen Ort zu geben, an dem sie sich (besser) vernetzen können. Dieser Abend könnte auch genutzt werden, um sich im lockeren Ambiente darzubieten und zu zeigen, welche Themen/Projekte aktuell im Fokus stehen.
Zur besseren Abstimmung von Terminüberschneidungen und der Möglichkeit zum kommunikativen Austausch der Akteure untereinander ist ein elektronisches Forum auf der Website der Gemeinde Kaufungen gewünscht. Hier könnten die externen Nutzer ihre geplanten Veranstaltungstermine eintragen umso Überschneidungen zu anderen Veranstaltungen zu minimieren und sich untereinander abzustimmen. Außerdem könnte über das Forum ein Austausch über Materialien und Dienstleistungen möglich sein. Dieses Forum soll für die Kulturschaffenden in Kaufungen sein und ersetzt nicht den Kaufunger Kulturkalender der Gemeinde.

Fest zum 50. Jubiläum der Gemeinde Kaufungen in 2020

Angesichts eines zu verzeichnenden Rückgangs von ehrenamtlichem Engagement und eines großen Aufwandes für die Organisation und Durchführung von Festen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Workshops auch über die zukünftige Ausrichtung von Kaufunger Festen gesprochen. Dabei wurde zunächst festgehalten, dass Feste auch weiterhin stattfinden sollen, da durch sie Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Identifikation mit dem Heimatort gelebt wird. Angedacht ist ein Fest zum 50. Jubiläum der Gemeinde Kaufungen in 2020. Hier könnten verschiedene Elemente, wie zum Beispiel ein Mittelalterfest, je ein Abend des Sports und der Kultur, ein Kindertag, ein Festzelt mit Konzerten auf dem Festplatz, ein Seniorennachmittag, ein Gottesdienst, ein Frühschoppen und so weiter Teile des Programms sein. „Ein Heimatfest mit Festzelt und Karussell würde Kaufungen mal wieder gut tun“, fand Teilnehmerin Dagmar Damm und freute sich schon jetzt auf das Jubiläum in 2020, das ein guter Anlass für tolle Veranstaltungsthemen sei.

„Das alles sind Vorschläge aus den Workshops“, erklärte Bürgermeister Arnim Roß zum Abschluss. Das Kulturkonzept werde nun ausformuliert und gehe dann zur parlamentarischen Beratung in die Gemeindevertretung, informierte der Verwaltungschef. Er dankte abschließend allen, die an dem Prozess Kulturkonzept mitgearbeitet haben und ihre Ideen und Meinungen in den Bürgerveranstaltungen eingebracht haben.