»Es ist wichtig, offen zu bleiben« - Natascha Erfurt feiert 25jähriges Dienstjubiläum in der Kita Sternschnuppe
Dass Natascha Erfurt für ihren Beruf brennt, merkt man sofort. Die heute 46-jährige begann am 1. Oktober 2000 ihre Laufbahn als Erzieherin bei der Kunigundengemeinde in der Kita Zwergenburg. Ein viertel Jahrhundert später ist sie immer noch bei der Gemeinde beschäftigt, heute als stellvertretende Leitung der Kita Sternschnuppe.
Angefangen hat für die Lohfeldenerin alles in der Kita Schöne Aussicht mit ihrem Jahrespraktikum im Rahmen der Ausbildung zur Sozialassistentin. In Kaufungen gefiel es ihr so gut, dass sie sich nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin auf eine Stelle in der Kita Zwergenburg bewarb und 2002 schließlich in die Sternschnuppe wechselte.
Seit 25 Jahren beschäftigt sie sich tagein tagaus mit den Kindern, begleitet und fördert sie. „Über diese ganze Zeit hinweg hat sich natürlich vieles verändert, die Kinder, die Familien, die Anforderungen“, stellt sie fest. Eine schöne Konstante: Das gute Miteinander. „Ich habe tolle Kolleginnen und mit Melanie Woede eine super Leitung. Wir sind ein gutes Team und können uns aufeinander verlassen“, sagt Erfurt. Als eine der dienstältesten Mitarbeiterinnen der Sternschnuppe findet sie es wichtig, sich vor neuen Ideen und Konzepten nicht zu verschließen. „Ich hatte immer Kolleginnen und Kollegen, die sehr offen für Neues waren“, erzählt sie. „Das hat mich geprägt.“
Natascha Erfurt hat nach wie vor viel Freude an ihrem Beruf. „Mir ist es wichtig, die Kinder gut auf die Zukunft vorzubereiten und sie zu stärken“, sagt sie. Diese anspruchsvolle pädagogische Arbeit werde laut Erfurt auch durch positive strukturelle Änderungen innerhalb der Gemeinde Kaufungen mitgetragen. „Wir haben hier ein gutes Netzwerk innerhalb der Gemeinde und unter den Kindertagesstätten“, findet Erfurt. Das sei zurückzuführen vor allem auf Christa Ment, Leitung des Fachbereichs Betreuung, Bildung, Jugend, Soziales, die auf transparente Kommunikation setze und damit Austausch auf Augenhöhe ermögliche. „So fühlt man sich als Teil eines großen Teams. Alle Erzieherinnen und Erzieher der sieben Kitas sind auch untereinander gut vernetzt“, erzählt Erfurt. Ermöglicht wurde das durch Netzwerktage in 2022 und 2023 und daraus entstandene, fortlaufende Arbeitskreise zu Themen wie Integration oder U3, sowie Kita-übergreifenden Fortbildungen wie Marte Meo, eine videobasierte Methode zur Entwicklungsunterstützung.
Aus 25 Dienstjahren gibt es natürlich so einiges zu erzählen. Eine Begebenheit war für Natascha Erfurt aber ganz besonders: Ihre Anleiterin Edeltraud Dümmel aus der Ausbildungszeit wurde einige Jahre ihre Kollegin, bevor sie sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete.
Inzwischen ist viel passiert: Die Sternschnuppe hat ein teiloffenes Konzept eingeführt, das heißt die Kinder dürfen nach dem Frühstück entscheiden, in welchem Bereich mit welcher Erzieherin sie Zeit verbringen. Auch nach außen hin wird geöffnet: Zu dem jährlichen Laternenumzug, dieses Jahr am 14. November, sind ausdrücklich alle Kaufungerinnen und Kaufunger eingeladen. Das Laternenfest startet am Dorfgemeinschaftshaus Papierfabrik und lädt zu einem familiären und gemütlich Miteinander ein, genau wie es in der Kita Sternschnuppe gelebt wird.
Für 25 Jahre wertvolle Arbeit bedankte sich Bürgermeister Arnim Roß und überreichte Natascha Erfurt feierlich eine Jubiläumsurkunde und ein Geschenk der Kunigundengemeinde Kaufungen. Herzlichen Glückwunsch!