Krisenmanagement: Kunigundengemeinde stellt Vorsorge-Ratgeber des Bundesministeriums auf Homepage bereit
Die Kunigundengemeinde erweitert ihr Informationsangebot für Bürgerinnen und Bürger und stellt ab sofort das Vorsorgeheft des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zum Thema „Vorsorge und Katastrophenschutz“ auf ihrer Homepage zur Verfügung. Der Ratgeber „Vorsorge für Krisen und Katastrophen“ fasst wichtige Vorbereitungs- und Handlungsempfehlungen für verschiedene Notsituationen zusammen und bietet übersichtliche Checklisten, die Bürgerinnen und Bürger bei der persönlichen Vorsorge unterstützen.
Vorbereitung zahlt sich aus
Deutschland gehört weiterhin zu den sichersten Ländern der Welt. Dennoch zeigen aktuelle Entwicklungen, dass auch hierzulande Krisen den gewohnten Alltag beeinträchtigen können. Extreme Wetterereignisse nehmen zu und durch Cyberangriffe, Desinformation oder Sabotage geraten kritische Infrastrukturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend unter Druck. Auch sicherheitspolitische Entwicklungen haben dazu geführt, dass Szenarien, die lange als unwahrscheinlich galten, heute stärker in den Fokus rücken.
Gerade deshalb ist es wichtig, vorbereitet zu sein. Angesichts steigender Risiken – etwa durch Energiekrisen oder geopolitische Konflikte mit der Möglichkeit länger andauernder Stromausfälle – beschäftigt sich die Gemeinde bereits seit einiger Zeit intensiv mit der Sicherstellung ihrer kritischen Infrastruktur.
Maßnahmen zur Sicherstellung der kritischen Infrastruktur in Kaufungen
Im Rahmen eines umfassenden Aktionsplans wurden bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. So hat die Gemeinde zwei Notstromaggregate beschafft, um im Krisenfall die Wasserversorgung an den Tiefbrunnen Kohlenstraße und Setzebach sicherzustellen. Ein weiteres Aggregat wurde für das Bürgerhaus sowie das Rathaus angeschafft, das im Ernstfall als zentraler Koordinationspunkt dienen soll.
„Mit dem Aktionsplan zur Sicherstellung der kritischen Infrastruktur im Falle einer Großschadenslage haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um auch im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben und die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, erklärt Dennis Möller, Leiter des Fachbereichs 1 Hauptverwaltung/ Zentrale Dienste und zuständig für den Bereich Bevölkerungsschutz.
Die Beschaffung und Installation der Notstromaggregate wurde durch ein speziell erarbeitetes Notstromkonzept begleitet, das die technischen Anforderungen der jeweiligen Einrichtungen berücksichtigt. Das Bürgerhaus kann im Katastrophenfall als Unterkunft für betroffene Menschen dienen. Vom Rathaus aus organisiert und koordiniert der Verwaltungskrisenstab im Ernstfall die notwendigen Hilfsmaßnahmen.
Mit der Bereitstellung des neuen Vorsorge-Ratgebers möchte die Kunigundengemeinde die Bevölkerung zusätzlich dabei unterstützen, sich auch privat auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten. Bürgerinnen und Bürger finden das Vorsorgeheft ab sofort auf der Internetseite der Gemeinde.
www.kaufungen.eu/Gemeinsamer-Ordnungsbehoerdenbezirk/
„Neben den behördlichen Maßnahmen zum Brand- und Katastrophenschutz, spielt die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Rolle“, erklärt Dennis Möller weiter, „wir wollen dabei unterstützen und Wege aufzeigen, wie man für Krisen vorsorgen kann und vor allem, wo man sich informieren kann.“ Laut Hessischem Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz ist der Brandschutz und die Katastrophenhilfe in Hessen eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der die Selbsthilfe der Bevölkerung ein wesentlicher Bestandteil ist, bevor professionelle Kräfte eingreifen.
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