Kunigundengemeinde sorgt für mehr Sicherheit im Steinertseepark
In den vergangenen Wochen hat die Kunigundengemeinde Kaufungen den Amphibienteich im Steinertseepark entlang des stark frequentierten Gehwegs zu rund zwei Dritteln eingezäunt. Ziel der Maßnahme ist es, die Sicherheit insbesondere für Kinder im Park zu erhöhen und mögliche Unfälle zu verhindern.
„So soll vermieden werden, dass Kinder in den angrenzenden Amphibienteich stürzen könnten“, erklärt Stefan Müller, Fachbereichsleiter Tiefbau, Stadt- und Landschaftsplanung und Infrastruktur der Gemeinde Kaufungen. Vorausgegangen war eine Betrachtung auch mit juristischer Beratung der tragischen Ereignisse im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis vor einigen Jahren – dort waren drei Kinder in einem Teich ertrunken. Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt und war durch mehrerer Gerichtsinstanzen gegangen.
Da der Teich nur rund zwei Meter vom beliebten Parkweg entfernt liegt, besteht bei spielenden Kleinkindern ein erhöhtes Risiko, unbeaufsichtigt ins Wasser zu geraten. Insbesondere könnte auch das in Ufernähe befindliche Einlaufbauwerk im Teich zum Klettern animieren, da es aus dem Wasser wie eine kleine Plattform herausragt. „Würde ein Kind aber ins Wasser fallen und in das Bauwerk geraten, wäre dies sehr gefährlich. Wir sorgen also für mehr Sicherheit im Park“, so Müller.
Naturnahe und verträgliche Umsetzung
Der bestehende Bewuchs entlang des Teichs bietet begrenzten Schutz, da durch jahreszeitliche Bewuchsänderungen auch Schlupflöcher entstehen können.
Um gleichzeitig den Lebensraum der dort vorkommenden Tierarten zu schützen, wurde bewusst nur ein Teil des Teiches eingezäunt. Der hintere, dichter bewachsene Bereich bleibt weiterhin offen, sodass Amphibien und andere Tiere den Teich ungehindert erreichen können. „Den Tieren, die den Teich als Lebensraum nutzen, wird auch weiterhin der Zugang von der gegenüberliegenden, stärker bewachsenen Seite ermöglicht“, bekräftigt Müller.
Der neue Zaun wurde so nah wie möglich an den bestehenden Bewuchs aus Bäumen und Sträuchern gesetzt, damit diese im kommenden Jahr den Zaun durchwachsen können. Dadurch wird er künftig optisch kaum wahrnehmbar sein und sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügen.
Abstimmung mit Fachbehörden und Naturschutz
Die Maßnahme wurde im Vorfeld frühzeitig mit dem Naturschutzbund (NABU) sowie dem Angelsportverein Lossetal e. V. abgestimmt. Auch die Obere Naturschutzbehörde gab nach Prüfung, ob sich beispielsweise dort ein Biber angesiedelt hat, grünes Licht für die Maßnahme. Durch die Teil-Einzäunung sind keine nachteiligen Auswirkungen für die dort lebenden Tierarten zu erwarten.
„Wir haben die Maßnahme fachlich und rechtlich geprüft“, betont Müller. „Es war eine sorgfältige Abwägung verschiedener Interessen – aber die Sicherheit insbesondere der parknutzenden Kinder hat für uns oberste Priorität.“