Sanierung Regionalmuseum: Gemeindevertretung beschließt Ausschreibungspaket
Das Leuchtturmprojekt „Sanierung Regionalmuseum Alte Schule“, das im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ umgesetzt werden soll, nimmt Fahrt auf. Die Gemeindevertretung hat in ihrer jüngsten Sitzung das Ausschreibungspaket mit detaillierten Leistungsverzeichnissen zur Sanierung beschlossen.
Das Regionalmuseum steht damit kurz vor einem Neuanfang. Ein eigens eingesetzter Projektausschuss hatte sich in mehreren Sitzungen intensiv mit den baulichen Sanierungsplänen sowie der musealen Neukonzeption befasst. Ziel des Projekts ist es, das denkmalgeschützte Gebäude umfassend zu modernisieren, barrierefrei umzubauen und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand zu bringen.
Geplant ist eine Neuaufteilung der Räumlichkeiten und eine deutliche Verbesserung der Besucherinfrastruktur. Alle Ausstellungsgeschosse sollen künftig über einen Aufzug erreichbar sein, der zugleich die im Dachgeschoss des benachbarten Mitmachhauses untergebrachten Räume der Musikschule erschließt. Das Mitmachhaus wird durch einen Zwischenbau an das Haupthaus angebunden und so funktional besser integriert. Darüber hinaus werden die Räume der Musikschule im Mitmachhaus mit dem Aufzug ebenfalls barrierefrei erreichbar gemacht.
Mit dem aktuellen Beschluss werden nun Gewerke, wie Erd-, Beton- und Mauerarbeiten, Abbruch- und Rückbaumaßnahmen, Zimmerer- und Holzarbeiten, Arbeiten am Dach, Metall- und Gerüstbau und Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten ausgeschrieben. Diese Ausschreibungen bilden die Grundlage für die erste Umsetzungsphase der Sanierung.
Zum Hintergrund:
Das Regionalmuseum Alte Schule ist weit mehr als ein Ort der Aufbewahrung historischer Objekte. Es dient der außerschulischen Bildung, ist Ort der Begegnung und hat sich über die Jahrzehnte zu einem kulturellen Zentrum der Gemeinde entwickelt. Die nun anstehende bauliche Sanierung eröffnet die Chance, die Dauerausstellung, die seit über 40 Jahren das Gedächtnis der Gemeinde prägt, neu zu konzipieren und zeitgemäß zu gestalten.
Ziel ist ein modernes, barrierefreies und interaktives Museum, das unterschiedliche Zielgruppen anspricht, digitale Medien einbindet und für die Bildungsarbeit im 21. Jahrhundert optimal ausgestattet ist.
Die Gesamtkosten des Projekts sind derzeit mit rund 5,1 Millionen Euro kalkuliert. Aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ sowie durch Zuschüsse des Landes Hessen sollen Fördermittel in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro bereitgestellt werden.