Sauberhaftes Hessen: Gemeinsam machen wir Kaufungen sauber
Feinschmecker sind unterwegs. Ein kuscheliges Plätzchen an der Losse. Man lässt es sich gut gehen. Würstchen vom Einweggrill, knusprige Chips, dazu ein Melonengetränk aus dem Tetrapack, andere nehmen einen Eistee. Für die Verdauung noch ein Schnäpschen aus der Taschenflasche hinterher. Ach, geht’s uns gut.
Die Gourmets nehmen dann zum Abschluss noch einen Latte Macchiato aus dem Einwegbecher und ein leckeres „Grand Dessert“ Vanillegeschmack. Auch der Hund kommt nicht zu kurz, er bekommt seinen Napf hingestellt.
Wenn man jetzt nach dem ausgiebigen Picknick seine Verpackungen wieder mitnehmen würde, wär ja alles gut. Dann müssten sich nicht hilfsbereite, naturliebende Menschen an einem Samstag zum Müllsammeln treffen. Denen liegt ein sauberes Kaufungen am Herzen. Gemeinsam wurde im Rahmen der Aktion „Sauberhaftes Hessen“ unter der Anleitung von Burkhard Wassel der Unrat gesammelt.
Der Jugendliche Angelo: „Ich finde es doof, dass die Natur so verschandelt wird. Deshalb mache ich mit.“ Jacqueline und Mirco Brübach sind mit ihren Kids Lea und Fabio dabei. Sie meinen, dass es in Kaufungen und besonders auf den Spielplätzen eigentlich ziemlich sauber ist. Mirco sagt „Die Kinder sollen früh ein Bewusstsein für eine saubere Natur entwickeln. Auch Tiere könnten den Müll fressen.“
Kate Eckardt sammelt fleißig mit Mama Nathalie. Die findet es teilweise „erschreckend, wieviel Müll man in so kurzer Zeit in der Nähe des Festplatzes findet.“
Sie achtet genau darauf, dass Kate ihren Abfall immer in einen Mülleimer wirft - und sei es auch nur das kleinste Bonbonpapier.
Burkhard Wassel gefällt es, dass einige Eltern mit ihren Kids dabei sind und ihnen spielerisch die Problematik vermitteln. Die Kleinen hatten auch sichtlich viel Spaß bei der Aktion - und nicht nur, weil man mal in Gummistiefeln durch die Losse waten konnte.
Die Jugendlichen hatten zum Abschluss den Grill am Jugendzentrum bestückt. In lockerer Runde wurde sich nochmal auch über besondere Fundstücke ausgetauscht.
Neun Müllsäcke voll sind es geworden. Bleibt zu hoffen, dass das Bewusstsein sich weiter entwickelt und es nächstes Mal viel weniger sind. In Frankfurt sind die Strafen für Müllsünder drastisch erhöht worden. Mal schauen, wie sich das auch in anderen Gemeinden entwickelt.
hfo