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11.08.2025

Schäfchen zählen in der Zehntscheune

Das Theater Lakupaka (Spiel: Kerstin Röhn, Text: Günter Staniewski, Figuren: Antje Hohmuth, Günter Staniewski) zeigte im Rahmen des Kaufunger Kultursommers 2025 am letzten Sonntag das Stück: „Schwarze Schafe leben besser“ in der Zehntscheune des Stiftsareals Kaufungen.

Mehr als 60 Besucher, kleine und auch viele große, sind der Einladung des Figurentheaters „Lakupaka“ gefolgt, um die Geschichte von Flöckchen und ihren Schafsfreunden zu verfolgen. Die wolligen Protagonisten, mit ganz viel Liebe zum Detail und Charakter erschaffen, wurden von Kerstin Röhn vorgestellt. Die fantasievollen Namen wie „White Beauty“, „Quaste“ oder auch „Dr. Brehm“, wobei sie klarstellte, dass der Schafsbock kein richtiger Doktor sei, aber es so gern höre, passten genau. Hund Wuff spielte später den Wolf, mit einer gefährlich aussehenden Wolfsmaske und nachdem er von den anwesenden Kindern erst einmal ein richtiges Wolfsgeheul gelernt hatte.

Schaf Flöckchen, mit sehr sozialem Verhalten, wird von den anderen Schafen in Gefahrensituationen wie einem Wolfsangriff in der Nacht nicht in die Herde integriert. Am nächsten Tag landet Flöckchen, nicht ganz freiwillig, in der Matschpfütze und klettert, nun schwarz geworden, wieder heraus. Nach ersten Verspottungen der Herde, gelingt es Flöckchen die anderen Schafe davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist schwarz zu sein, denn der Wolf kann die schwarzen Schafe in Nacht nicht sehen. Gesagt, getan, der Wolf muss Nacht für Nacht hungrig, obwohl er als Vorspeise schon mal 5 Pizzen samt dem TK-Auslieferer gefressen hat, abziehen. Alles ist gut, bis….ja, bis der Herbst, bei dem die Kinder kräftig mitpusten müssen, um die Blätter des Baumes fallen zu lassen, kommt und dann der Winter mit Schnee. Nun sind die Schafe nicht mehr durch ihre schwarze Farbe geschützt und müssen in die Schafswaschmaschine. Flöckchen wächst über sich hinaus und besiegt in einem dramatischen Zweikampf den Wolf.

Viel zu schnell ist die Vorführung zu Ende, was auch von einigen kleinen Zuschauern bedauert wird. Nach einem tosenden Applaus dürfen die Kinder sich noch einzeln von Flöckchen verabschieden und sind bestimmt wieder bei der nächsten Vorstellung des Theaters Lakupaka dabei.

(noh)