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09.01.2012

Verabschiedung Ursula Weidner


Büchereileiterin Ursula Weidner offiziell verabschiedet


„23 Jahre Bücherei. Man denkt: Was bleibt? Ich habe gedacht: Ich hatte großes Glück mit der Arbeit und netten Kollegen.“, so Ursula Weidner bei ihrer offiziellen Verabschiedung im Beisein von Bürgermeister Arnim Roß, Amtsleiter Carsten Marth und der Personalratsvorsitzenden Eva Grulms-Odoj am 20. Dezember 2011 im Kaufunger Rathaus.
Bürgermeister Roß ging kurz auf den beruflichen Werdegang von Ursula Weidner ein und bedankte sich zum Abschluss bei der ehemaligen Büchereileiterin für 23 Jahre bei der Gemeinde und treue zuverlässige Dienste für die Kaufunger Bevölkerung.
Ursula Weidner selbst hatte auch eine kleine Rede vorbereitet und gab einen kleinen Überblick über die Entwicklung der Oberkaufunger Bücherei. Als sie die Nachfolge von Frau Hallberg vor 23 Jahren angetreten habe, habe die Öffnungszeit zwei Stunden betragen und ihr Monatsgehalt 50 DM. Ihr Ziel sei damals gewesen, mehr Leser zu gewinnen, vor allem Kindern Freude am Lesen zu vermitteln und neue Medien aufzunehmen. Irgendwann reichten weder die Räumlichkeiten noch die Öffnungszeiten mehr aus, von anfänglich rund 7.000 Ausleihen sei man heute bei schätzungsweise 40.000 angekommen, dies entspricht einer Ausleihe von 100 Medien in einer Stunde.
Vier Bürgermeister hat sie in ihrer Zeit als Bücherleiterin erlebt. Alle seien der Bücherei gegenüber sehr aufgeschlossen gewesen. Sie empfinde Dankbarkeit für eine schöne Zeit in ihrem Leben, so Weidner, und abschließend meinte sie, dass jetzt ein guter Zeitpunkt zum Aufhören erreicht sei, da sich das Büchereiwesen in Kaufungen sehr verändern werde. Wenn sie noch 10 Jahre jünger sei, würde sie diese Herausforderung annehmen.
Von Bürgermeister Roß nach ihrer Lebensplanung im Ruhestand gefragt, lacht Ursula Weidner und erwidert, dass sie einfach mal versuchen wolle, ob sie es schaffe, morgens aufzustehen und mal nichts zu machen, herauszufinden, ob es schön sei, auch mal Muse zu haben. Darüber hinaus freue sie sich auf ihre Enkel aus Amerika und möchte viel Zeit mit ihnen verbringen. Vielleicht würde sie sich dann irgendwann mal ehrenamtlich engagieren, z.B. Vorlesen in den Kitas.