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 Covid-19-Virus - 2. Aufruf des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

leider hat sich die Entwicklung um das Covid 19-Virus in den vergangenen Tagen weiter verschärft. Wir alle erleben zurzeit drastische Einschränkungen unseres Alltagslebens. Aber sie sind absolut notwendig, um dem exponentiellen Anstieg des Infektionsgeschehens entgegenzuwirken. Und die überwältigende Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner Kaufungens trägt die ergriffenen Maßnahmen mit.

Ich möchte mich an dieser Stelle daher ganz ausdrücklich bei Ihnen bedanken, dass Sie so verantwortlich handeln und so ruhig und geduldig mit dieser schwierigen Situation umgehen. Mir ist bewusst, dass diese Einschnitte uns alle vor große Herausforderungen stellen – insbesondere Selbständige und Freischaffende,  die sich um ihre Existenz sorgen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit, junge Familien, die Homeoffice und Kinderbetreuung nun in neuer Weise bewältigen müssen, Menschen, die Einsamkeit in dieser Zeit noch einmal stärker spüren.

Der Gemeindevorstand hat bereits am 9. März einen Verwaltungskrisenstab eingerichtet, damit zeitnah auf aktuelle Entwicklungen reagiert werden kann, Entscheidungen schnell getroffen und mit vereinten Kräften umgesetzt werden können. Ein Pandemieplan wurde frühzeitig entwickelt und ist seit 28. Februar in Kraft.

Es zeigt sich in dieser schwierigen Zeit, dass sich die Menschen mehr um einander kümmern.  Deshalb freue ich mich besonders darüber, dass in unserer Gemeinde viele kleine und große Zeichen von Solidarität entstanden sind. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben Ideen entwickelt, um ihren Mitmenschen zu helfen: es gibt Einkaufsangebote, spontane Musikdarbietungen, Hol- und Bringdienste, aufmunternde Briefe an ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger und vieles mehr. Auch die Kirchengemeinden  schaffen ganz neue Angebote, die Zuspruch und Impulse vermitteln.

Dies alles trägt dazu bei, die Ausnahmesituation gemeinsam zu bewältigen.

Am Sonntag haben der Bund und die Länder neu über deutschlandweite Maßnahmen beraten. Dabei wurde ein Kontaktverbot beschlossen. Für zunächst zwei Wochen sind Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum verboten – ausgenommen sind Familien und Haushaltsgemeinschaften sowie die Arbeitswelt. Außerdem müssen Restaurants und weitere Dienstleistungsbetriebe wie z.B. Friseurläden schließen. Abstand halten ist weiterhin das wichtigste Gebot. Deshalb bitte ich Sie: Folgen Sie auch weiterhin den amtlichen Anweisungen und tragen Sie durch Ihr Verhalten in ihrem beruflichen und privaten Umfeld dazu bei, dass wir diese Krise überstehen!

Meine Gedanken richten sich heute auch an unsere Partnergemeinde Bertinoro.  Die täglichen Berichte aus Norditalien berühren uns tief und wir fühlen mit unseren italienischen Freunden.

Ich wünsche Ihnen allen ganz viel Kraft für die kommenden Tage.    

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr

Arnim Roß

Bürgermeister