Gemeinsam aufs Dach für den Klimaschutz: Mitmach-Baustelle an der Kita Eulennest
Diese Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage: Eine engagierte Gruppe und Interessierte aus Kaufungen konnten selbst Hand anlegen und beim Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Nebengebäude der Kita Eulennest mitwirken – fachkundig angeleitet und mitten im Geschehen auf dem Flachdach.
Im Rahmen einer Mitmach-Baustelle wurde die neue PV-Anlage gemeinschaftlich errichtet. Was sonst ausschließlich Fachbetrieben vorbehalten ist, wurde nun zum praktischen Lernort für engagierte Laien. Unter professioneller Anleitung der Firma Solocal Energy schraubten und montierten die Teilnehmenden Module – und sammelten dabei wertvolle Erfahrungen rund um Technik, Sicherheit und Planung von Solaranlagen.
„Es ist wirklich interessant, wie man so eine Anlage auf dem Dach installiert und wie wichtig es ist, den richtigen Abstand und die Ausrichtung der Module zu wählen“, sagt Teilnehmerin Delia Koch, die derzeit ihr Jahrespraktikum in der Bauverwaltung der Kunigundengemeinde absolviert und Interesse an dem Projekt gezeigt hat. „Hier erschaffen wir etwas in Gemeinschaftsarbeit, was wiederum der Kita zu Gute kommt.“
„Wir haben schon viele Mitmach-Baustellen mit Laien durchgeführt. Es macht großen Spaß, unser Wissen weiterzugeben, damit man Klimaschutz selbst in die Hand nehmen kann“, erklärt Anna Schilling von Solocal Energy. Das Konzept: Fachliches Know-how trifft auf bürgerschaftliches Engagement – und schafft Identifikation mit der Energiewende vor Ort.
10.000 kWh Solarstrom pro Jahr für die Kita
Initiiert wurde das Projekt von der Kunigundengemeinde Kaufungen, die Solocal Energy mit dem Bau der Anlage beauftragte. Gefördert wird das Vorhaben durch die cdw Stiftung.
Künftig sollen rund 10.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugt werden. Ein Großteil davon wird direkt in der Kita verbraucht. „Das passt hier sehr gut, da der Stromverbrauch der Kita – unter anderem durch die beiden Luftwärmepumpen – relativ hoch ist“, erläutert Klimaschutzmanagerin Lisa Haubner.
Doch der Effekt geht über die reine Stromerzeugung hinaus: „Die PV-Anlage erzeugt jährliche Ersparnisse, welche in weitere PV-Anlagen und Energieeffizienzmaßnahmen an den gemeindlichen Gebäuden investiert werden. Dadurch reduzieren sich die Betriebskosten des gemeindlichen Gebäudebestands weiter. Ein Kreislauf – in der Fachsprache „Intracting-Kreislauf“ – wird in Gang gesetzt und die Gemeinde profitiert langfristig“, so Haubner abschließend.
So wirkt die Spende der cdw Stiftung auch in den Folgejahren.