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06.03.2026

Platz nehmen für Demokratie in der Gesamtschule

Für etwa 100 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der IGS Kaufungen hieß es am 26. Februar „Meinungsaustausch statt Unterricht“. Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Gemeinde Kaufungen Hannah Dreher und die Koordinatorin für Bürger*innenbeteiligung Katharina Reinhold hatten zum Workshop „Platz nehmen für Demokratie“ in die Aula der IGS eingeladen.

In 4-er und 5er Gruppen diskutierten die Jugendlichen über verschiedene Fragen, zum Beispiel: „Sollte es in der Mensa nur vegetarisches Essen geben?“, „Sollte Social Media Nutzung für Jugendliche unter 16 Jahren verboten werden?“, „Kann in Deutschland jeder seine Meinung frei äußern?“ oder „Sollte es Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen geben?“.
Die Gesprächsregeln sind einfach: Einander zuhören und sich ausreden lassen, offen sein für die Meinung der anderen, jede und jeder soll zu Wort kommen. Die Jugendlichen hatten zu einigen Themen sehr verschiedene Meinungen, aber es wurde fair und respektvoll diskutiert. Für jede der vier Runden wurden die Kleingruppen neu zusammengesetzt, so dass alle Teilnehmenden mit vielen unterschiedlichen Personen sprechen konnten.

In der letzten Gesprächsrunde konnten die Schülerinnen und Schüler zusammentragen, was sie an Kaufungen besonders schätzen, und auch welche Verbesserungsvorschläge sie haben. Besonders gut finden die Jugendlichen die Sportanlagen, das Jugendzentrum, die Einkaufsmöglichkeiten und die Natur. Verbessern könnte man aus ihrer Sicht zum Beispiel die Verkehrsverbindungen Richtung Lohfelden, Nieste und Escherode, und die Straßenbahnen nach Kassel sollten zu Stoßzeiten häufiger fahren. Meistgenannter Wunsch war ein Schwimmbad, aber auch mehr Mülleimer und längere Ladenöffnungszeiten wünschten sich die Schülerinnen und Schüler.

„Ich habe viele verschiedene Meinungen gehört heute“, sagte eine Jugendliche beim gemeinsamen Abschluss, „und manches hat mich nachdenklich gemacht“. Auf die Frage, ob sie selbst auch etwas dazu beitragen würden, dass Dinge verbessert werden, meldeten sich immerhin einige der Teilnehmenden. Der Workshop kam bei den Jugendlichen gut an, und auch die Lehrkräfte waren dankbar für das Angebot, da für solche Diskussionen im Rahmen des normalen Unterrichts oft die Zeit fehlt.

„Die Jugendlichen haben super mitgemacht und engagiert diskutiert“, sagt Katharina Reinhold, und Hannah Dreher lud die Schülerinnen und Schüler ein, zum nächsten „Jugendforum light“ am 28. April nachmittags zum JottZett Outside zu kommen und ihre Anliegen und Ideen dort einzubringen. Auch ansonsten ist sie stets ansprechbar für die Kinder und Jugendlichen in Kaufungen.

Die Gemeinde Kaufungen ist Partner im Netzwerk „Platz nehmen für Demokratie“ und bietet in diesem Rahmen immer wieder Diskussionsformate und Gesprächsgelegenheiten an. Wer die blauen Stühle und Diskussionskarten der Initiative für eigene Veranstaltungen ausleihen möchte, kann sich an Katharina Reinhold in der Koordinierungsstelle „Engagiert in Kaufungen!“ wenden (k.reinhold@kaufungen.de ). Die Kinder- und Jugendbeauftragte Hannah Dreher ist erreichbar im Jugendzentrum und unter h.dreher@kaufungen.de .