Erster »Markt der Familienleistungen« in der Begegnungsstätte Kaufungen - Unkomplizierte Beratung direkt vor Ort
Einen niedrigschwelligen Zugang zu finanzieller Unterstützung und anderen Hilfsangeboten – das ermöglichte das Kooperationsprojekt „Markt der Familienleistungen“ interessierten Familien in der Begegnungsstätte der Kunigundengemeinde Kaufungen.
Das Projekt wurde initiiert von den Präventionsketten im Landkreis Kassel, der Familienkasse, dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit, dem Jugend‐ und dem Sozialamt, dem Projekt WiN‐ Wiedereinstieg in Nordhessen von der Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel, dem Stromsparcheck von Energie 2000 sowie der Begegnungsstätte Kaufungen und dem Quartier am Markt in Hofgeismar.
Ein zweiter „Markt der Familienleistungen“ findet Ende Mai in Hofgeismar statt. „Das Angebot ist ortsunabhängig, es können also auch Interessierte aus anderen Gemeinden vorbeikommen“, erklärte Sibylle Heicke, Koordinatorin des Landesprogramms Präventionskette im Landkreis Kassel. „Das ist jetzt insgesamt der fünfte Markt der Familienleistungen. Es ist gar nicht so leicht, den Überblick über die Möglichkeiten der finanziellen Hilfsangebote zu behalten. Viele wissen gar nicht, dass sie einen Anspruch darauf hätten“, so Heicke. Mit dem niedrigschwelligen Angebot kommen Ansprechpersonen dann gezielt in die Gemeinden des Landkreises und beraten zu verschiedensten Themen.
So wie in der Begegnungsstätte Kaufungen: An verschiedenen Ständen informierten ExpertInnen von öffentlichen und sozialen Institutionen über finanzielle und weitere Hilfsangebote für Familien. Beraten wurde über Themen wie Kindergeld, Wohngeld, beruflichen Wiedereinstieg oder Jobcenterleistungen. Herr Knauf und Herr Gundlach vom Jobcenter Kassel waren vor Ort und erzählten, warum diese Termine vor Ort in den Gemeinden wertvoll sind – „Einfach, um die erste Hürde abzubauen“, sagten sie. „Zu uns kann man einfach ohne Termin kommen und zum Beispiel ein Schreiben mitbringen, das man nicht verstanden hat. Wir können das dann gemeinsam besprechen und auch direkt Termine bei den jeweiligen Ansprechpersonen vereinbaren.“
Uwe Motz (Seniorenarbeit und Familienbeauftragter der Kunigundengemeinde und Mitarbeiter der Begegnungsstätte) arbeitete eng mit der Präventionskette zusammen und freute sich sehr über die gelungene Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kassel. „Das Format probieren wir jetzt zum ersten Mal bei uns aus. Es ist einfach eine gute Sache und eine unkomplizierte Möglichkeit, sich beraten zu lassen.“
Neben Themen wie Jobcenter-Leistungen, Energiesparen oder Kindergeld wurde auch zum Thema beruflicher Wiedereinstieg informiert. Dazu war Marlies Böhm von WiN (Wiedereinstieg in Nordhessen) vor Ort, einem Angebot für Frauen aus dem Landkreis Kassel. Hier können sich Frauen kostenfrei und individuell beraten lassen, wenn sie in Elternzeit sind und den beruflichen Wiedereinstieg suchen, an einer Ausbildung oder Arbeit interessiert sind oder Interesse an Qualifizierungen und Fördermöglichkeiten haben. „Es geht darum, die Frauen zu unterstützen“, so Böhm. „Wir bieten auch Bewerbungscoachings oder die Förderung digitaler Kompetenzen an. Oft kommen Frauen zu uns, die jahrzehntelang zuhause die Care-Arbeit übernommen haben und wieder ins Berufsleben einsteigen wollen - da hat sich dann natürlich so manches verändert.“
Auch von der Kunigundengemeinde waren Expertinnen zum Beraten vor Ort: Christa Ment, Fachbereichsleitung FB 5 (Betreuung, Bildung, Jugend, Soziales), Ramona Koch ((Kindertagesstättenverwaltung bei der Gemeinde Kaufungen) und Claudia Rehbein (Sozialwesen bei der Gemeinde Kaufungen).
Der nächste Markt der Familienleistungen findet am 29.5 in von 15 bis 17 Uhr in Hofgeismar im Quartier am Markt statt.