Jetzt geht's los: Regionalmuseum startet in die Bauphase
Seit dem 16. Februar sorgt eine übergroße Schleife an der Fassade des Regionalmuseums für Aufmerksamkeit – und steht sinnbildlich für das, was nun beginnt: die Verwandlung eines traditionsreichen Hauses in einen zeitgemäßen Ort des Entdeckens. Nachdem das Museum seit Mitte Februar geschlossen ist und hinter den Kulissen bereits Kisten gepackt, Exponate gesichert und Räume geräumt wurden, startet nun offiziell die bauliche Sanierung.
Die wertvollen Museumsobjekte sind für die Dauer der Arbeiten in einem Depot untergebracht. Damit ist der Weg frei für die umfangreichen Maßnahmen, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden: Den Auftakt bilden Erd-, Beton- und Mauerarbeiten sowie Abbruch- und Rückbaumaßnahmen. Zunächst wird der sogenannte Verbindungsbau zwischen Museum und Mitmachhaus errichtet. Es folgen Zimmerer- und Holzarbeiten, Arbeiten am Dach, Metall- und Gerüstbau sowie die Erneuerung der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik.
Ziel der rund zweijährigen Bauphase ist es, das in die Jahre gekommene Museum grundlegend zu modernisieren und zu einem interaktiven, barrierefreien Besuchermagneten weiterzuentwickeln. Geplant sind unter anderem die barrierefreie Erschließung aller Ausstellungsgeschosse durch einen Aufzug, eine umfassende Ertüchtigung des Brandschutzes sowie eine teilweise energetische Sanierung des Gebäudes.
Ein zentrales Element des Projekts ist der neue Verbindungsbau, der das benachbarte Mitmachhaus funktional an das Museum anschließt und die Besucherinfrastruktur deutlich verbessert. Der darin integrierte Aufzug wird nicht nur alle Ausstellungsebenen des Museums erschließen, sondern auch die im Dachgeschoss des Mitmachhauses untergebrachten Räume der Musikschule barrierefrei erreichbar machen.
Parallel zur baulichen Sanierung wird die Dauerausstellung vollständig neu konzipiert. Künftig erwartet die Besucherinnen und Besucher eine abwechslungsreiche Präsentation, die bewährte Inhalte mit neuen, auch überraschenden Perspektiven verbindet. Die Geschichte Kaufungens wird dabei in einer modernen, ansprechenden Gestaltung neu erzählt und für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar gemacht.
Finanzierung
Für die bauliche Sanierung sind insgesamt rund 4 Millionen Euro eingeplant. Ein Großteil der Finanzierung soll über Zuschüsse aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ gedeckt werden; hier werden Fördermittel in Höhe von etwa 2,67 Millionen Euro erwartet.