Regionalmuseum Alte Schule
Der Umbau
Das Regionalmuseum „Alte Schule“ wird derzeit baulich umgestaltet und inhaltlich neu konzipiert.
Während dieser Phase bleibt das Museum geschlossen.
Ziel der baulichen Umgestaltung ist die barrierefreie Erschließung aller Besuchergeschosse mittels eines Fahrstuhls, die Brandschutzertüchtigung, eine energetische Sanierung sowie eine bauliche Verbindung zum Mitmachhaus. Außerdem werden Raumstrukturen, Laufwege der Besuchenden und Technik dahingehend optimiert, dass das Gebäude modernen Ansprüchen an museale Arbeit zukunftsfähig gerecht werden kann.
Im Erdgeschoss wird ein moderner Veranstaltungsraum entstehen. In Verbindung mit der konzeptionellen inhaltlichen Neugestaltung wird das Museum dann auch zum Treffpunkt für diverse - heute schon mit ihm vernetzte - Initiativen und somit zum kulturellen Begegnungszentrum der Gemeinde ausgebaut.
Blick in die Zukunft
Momentan ist das Museum geschlossen. Nach seiner Sanierung könnte es so aussehen:
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Inhaltliche Neuausrichtung
Bei der Präsentation der zu vermittelnden Inhalte wird es eine spannende Mischung aus bereits vorhandenen Themen und neuen, auch überraschenden Aspekten geben.
Große wichtige Themen, die die historische Identität Kaufungens ausmachen, werden einen modernen Platz in der Präsentation finden. Die Darstellung von Kaiserin Kunigunde und ihrem Wirken in und für Kaufungen wird einen einleitenden Auftakt bilden. Unter den klassischen Themen wird „Schule“ ebenso fortgesetzt wie „Fachwerk“, „Feuerwehr“ oder „Einkaufen“. Highlight bleibt das Besucherbergwerk im Keller des Museums, das im Gegensatz zur Umgestaltung in anderen Geschossen, original erhalten bleibt, wie es von den ehemaligen Bergleuten angelegt wurde. Ergänzt werden diese klassischen Themen u.a. durch eine eigene Abteilung zum „Wald“ und seiner Bedeutung für die historische Entwicklung des Ortes.
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Selbstverständlich dürfen auch die dörflichen Handwerksberufe nicht fehlen. Hier wird der Schwerpunkt darauf liegen, die Unterschiede der traditionell handwerklichen Arbeitsweise zur modernen Massenproduktion aufzuzeigen und zu diskutieren. In diesem Zusammenhang schließt sich die moderne Kaufunger Industriegeschichte an, die einige Hidden Champions und Global Player aufweisen kann.
Als neue Erzähllinie werden große Querschnittsthemen eingeführt, die sich durch die Jahrhunderte ziehen. So lässt sich herausarbeiten, mit welchen Phänomenen und Herausforderungen die Menschen in Kaufungen konfrontiert waren, aber auch welche Lösungen sie gefunden haben. Hier zeigen wir u.a. Mobilität, Energie, Gender, Krieg und Frieden, Flucht und Vertreibung. Auf diese Weise machen wir deutlich, wie sich die große Geschichte im Kleinen niedergeschlagen hat.
Ein weiterer inhaltlich neuer Erzählstrang wird Menschen aus Kaufungen präsentieren, die entweder den Ort geprägt haben oder überörtliche Bedeutung entfaltet haben. Beispiele sind eine Weltmeisterin, eine Kriegsfotografin, aber auch eine Mundart-Ikone, beide Ehrenbürgerinnen oder ein Ankläger von Nazi-Vergehen.
Gestalterische Neuausrichtung
Die gesamte Ausstellung vom Erdgeschoss bis in das zweite Obergeschoss erhält eine moderne Gestaltung. Damit wird einerseits modernen Sehgewohnheiten Rechnung getragen und andererseits unterstützt eine ansprechende Präsentation bei der didaktischen Vermittlung der Inhalte. Grundsätzlich erhält die Vermittlung in der neuen Ausstellungsgestaltung eine höhere Priorität. Mitmach-Stationen, spielerische Ansätze, gezielter Medieneinsatz sowie auch physisch greifbare Vertiefungsebenen präsentieren die Inhalte so, dass jeder die Menge an Informationen aufnehmen kann, die zu den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben passt.
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Also kann der Grad des Eintauchens in die Inhalte durch die Besuchenden selbst stärker gesteuert werden. Eine optimierte Besucherführung entlang klarer Laufwege ermöglicht es den Besuchenden, sich selbstständig entlang der Haupterzählung im Raum zu bewegen.
Zusätzlich dazu werden Räume und Ausstellungseinheiten so gestaltet, dass es bei geführten pädagogischen Programmen besser möglich sein wird, die gezeigten Inhalte unter Beteiligung der Gruppe zu erarbeiten und zu diskutieren.