Runder Tisch A44
Der geplante Bau der Autobahn A 44 durch das Lossetal bewegt die Gemeinde Kaufungen seit vielen Jahren – und trifft auf breite Ablehnung. Um dieser Haltung Nachdruck zu verleihen und gleichzeitig die Interessen der Bürgerinnen und Bürger konstruktiv in das Verfahren einzubringen, wurde der „Runde Tisch A 44“ ins Leben gerufen.
Hier versammeln sich Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerinitiativen, politischen Parteien, Umwelt- und Fachverbänden, der Land- und Forstwirtschaft sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Gemeinde Kaufungen. Trotz der grundsätzlichen Ablehnung einer Autobahntrasse durch das Lossetal hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass nur eine sachliche, fundierte Auseinandersetzung mit der Planung die Möglichkeit bietet, Einfluss zu nehmen – im Sinne der Menschen und des Naturraums in Kaufungen und Umgebung.
Bereits in den Dialoggesprächen mit dem Hessischen Verkehrsministerium (2014–2016) konnten durch das gemeinsame Engagement zentrale Forderungen der Gemeinde durchgesetzt werden:
- der Erhalt des Trinkwasserbrunnens Kohlenstraße,
- der bestmögliche Lärmschutz,
- sowie der Erhalt der B 7 als wichtige Ortsumgehung.
Im Rahmen des 2021 eröffneten Planfeststellungsverfahrens hat die Gemeinde – gestützt auf sieben unabhängige Fachgutachten – eine über 100 Seiten starke Stellungnahme eingereicht. Zudem wurden rund 2.000 Einwendungen aus der Bürgerschaft an das Regierungspräsidium Kassel übermittelt.
Der Runde Tisch A 44 bleibt aktiv
Auch weiterhin setzt sich das Gremium dafür ein, die Auswirkungen des Autobahnbaus so gering wie möglich zu halten – für den Schutz von Mensch, Natur und Lebensqualität im Lossetal.