Eine musikalische Weltreise zum Auftakt des Stiftssommers

Mit Sonnenschein und spürbarer Leidenschaft eröffnete am Freitag Quadro Nuevo den Kaufunger Stiftssommer 2026 in der voll besetzten Stiftskirche Oberkaufungen. Das Publikum erlebte einen Abend voller musikalischer Geschichten, mediterraner Melodien und beeindruckender Improvisationen. Grundlage des Konzerts war die besondere Mischung aus Tango, Swing, orientalischen Klängen und Melodien aus aller Welt.

Zwischen den einzelnen Stücken erzählten die Musiker immer wieder von der Entstehung ihrer Musik und den Reisen, die sie dazu inspirierten. Besonders stimmungsvoll war ein griechisches Lied, das auf der Insel Samos aufgenommen wurde. Auch ein Stück aus der Tango-Oper „María de Buenos Aires“ brachte südamerikanisches Flair in die Kirche.

Sehr bewegend wirkte ein älteres Stück ihres früheren Gitarristen, der inzwischen verstorben ist. Mit viel Gefühl interpretierten die Musiker außerdem ein Lied von Thom Yorke, dem Gitarristen der Band Radiohead.

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt des Abends war ein spontanes Piano-Vorspiel: ein frei improvisiertes Solo, das nach Aussage der Band bei jedem Konzert anders entsteht. Die Zuhörer reagierten begeistert auf diesen einmaligen musikalischen Moment. Durch die Akustik der Kirche und die stets abgestimme Lichttechnik wurde das Erlebnis der Gäste noch magischer.

Von ihren Reisen berichteten die Künstler ebenfalls mit großer Herzlichkeit. Ein Lied entstand während eines Aufenthalts in Brasilien, in Rio de Janeiro auf der Ilha Grande. Orientalische Klänge brachte Quadro Nuevo mit einem Stück der ägyptischen Band Cairo Steps auf die Bühne. Dabei wurde auch erwähnt, dass eine Sängerin aus dem Umfeld der Band teilweise mitsingt, die zugleich beim diesjährigen Eurovision Song Contest für die Ukraine aufgetreten ist.

Neben ruhigen und gefühlvollen Balladen sorgten schwungvolle Swing-Stücke immer wieder für mitreißende Stimmung. Den festlichen Abschluss bildete schließlich ein Werk von Mozart, zu dem die Musiker erklärten, dass sie selbst aus der Region stammen, in der der Komponist geboren wurde.

Das Publikum dankte den Künstlern am Ende mit langanhaltendem Applaus für einen warmherzigen und musikalisch außergewöhnlichen Konzertabend.

(lr)