„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“: Mattias Böttger feiert 25-jähriges Dienstjubiläum

Wenn Mattias Böttger von seiner heutigen Tätigkeit erzählt, ist ihm die Begeisterung anzumerken. Was mit der Leidenschaft fürs Schrauben begann, ist nun seine tägliche Aufgabe: Seit 25 Jahren ist Böttger bei der Kunigundengemeinde Kaufungen beschäftigt und sorgt inzwischen dafür, dass die Atemschutztechnik zahlreicher Feuerwehren zuverlässig funktioniert. „Ich habe sozusagen mein Hobby zum Beruf gemacht“, so Böttger.

Seinen beruflichen Weg bei der Gemeinde begann Böttger im Jahr 2001 auf dem gemeindlichen Bauhof. Neben den vielfältigen Arbeiten in der Baukolonne übernahm er später Aufgaben in der Werkstatt. Dort war er für die Maschinen und den Fuhrpark zuständig. „Als gelernter Kfz-Mechaniker lag mir das Schrauben an Maschinen, Geräten und Fahrzeugen schon immer“, erzählt der 54-Jährige.

Im Jahr 2020 folgte dann ein ganz neuer Aufgabenbereich – und gleichzeitig ein Wechsel, der sich für Böttger als echter Glücksgriff erwies: Innerhalb der Kunigundengemeinde übernahm er die Stelle des ersten hauptamtlichen Atemschutzgerätewarts der Feuerwehr. Damit wurde aus seiner Leidenschaft für Technik eine verantwortungsvolle Aufgabe im Brandschutz.

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit im Brandschutz kümmert sich Böttger heute um die Atemschutzgeräte und Gasmessgeräte der Feuerwehren aus Lohfelden, Söhrewald, Niestetal, Nieste, Helsa und Kaufungen. Darüber hinaus betreut er auch die Geräte des Technischen Hilfswerks (THW) Kassel sowie der Städtischen Werke. Eine Aufgabe, die nicht nur technisches Know-how, sondern auch höchste Sorgfalt und Zuverlässigkeit erfordert. Schließlich müssen die Einsatzkräfte jederzeit darauf vertrauen können, dass ihre Ausrüstung einwandfrei funktioniert.

Insgesamt rund 300 Geräte hat Böttger dabei im Blick. „Nach jedem Einsatz und jeder Übung kommen die Atemschutzgeräte zu mir in die Werkstatt zurück. Dort werden sie geprüft, gereinigt und gewartet – bei Bedarf repariere ich sie auch“, erklärt er.

Dass hinter dieser Arbeit eine große Verantwortung steckt, ist Böttger bewusst. Gleichzeitig ist ihm die Freude an seiner Tätigkeit deutlich anzumerken. Die Kombination aus handwerklicher Arbeit, moderner Technik und einem wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Einsatzkräfte macht seinen Beruf für ihn besonders.

Auch Bürgermeister Arnim Roß würdigte das langjährige Engagement und den Einsatz Böttgers. Zum 25-jährigen Dienstjubiläum gratulierte er im Rahmen einer kleinen Feierstunde und bedankte sich für die geleistete Arbeit. „Mit Mattias Böttger haben wir schon viel gemeinsam umgesetzt. Einen hauptamtlichen Atemschutzgerätewart bei der Feuerwehr zu haben, ist etwas Besonderes, was nicht jede Gemeinde hat“, betonte Roß.