Für die Hilfe im richtigen Moment: 13 Defibrillatoren an zentralen Standorten in Kaufungen montiert
Wenn plötzlich der Puls unregelmäßig schlägt und das Herz beginnt, unkontrolliert zu flimmern, zählt jede Sekunde. Dann kann der Einsatz eines Defibrillators Leben retten. Die Gemeinde Kaufungen hat nun aufgrund eines Beschlusses der Gemeindevertretung 13 AEDs (Automatisierte Externe Defibrillatoren) angeschafft, um sie an zentralen Standorten in Oberkaufungen, Niederkaufungen und Papierfabrik zu installieren. Hierfür hat die Gemeinde 14.153,43 Euro investiert. „Wir wollen mit der Anschaffung von Defibrillatoren eine möglichst flächendeckende Notfallversorgung an öffentlichen Standorten gewährleisten“, sagt Hauptamtsleiter Carsten Marth. Im Vorfeld sei akribisch ermittelt worden, an welchen Orten und Einrichtungen die kleinen Lebensretter notwendig sind. Dabei wurde der Empfehlung der Deutschen Herzstiftung gefolgt, die rät, die Defi-Standorte nach Erreichbarkeitsradien von drei Minuten Gehzeit auszuwählen. Diese Richtlinie wurde weitestgehend umgesetzt, berichtet Marth.
Die kleinen Lebensretter wurden an folgenden Standorten installiert: Im Rathaus, im Großen Bürgerhaussaal, in den KiTas Zwergenburg und Pusteblume, im Eingangsbereich des EDEKA-Marktes Vollmer-Smit, im Raiffeisenbank-Kompetenzcenter Theodor-Heuss-Straße, im Museum Alte Schule, im Eingangsbereich der Lossetalhalle, auf dem Bauhofstandort im Schoppenbergweg, in der Haferbachhalle (Eingang Bücherei/Außenstelle), im evangelischen Gemeindezentrum Niederkaufungen und auf dem Friedhof in der Windhäuser Straße (Eingangsbereich Aussegnungshalle). Der Ortsteil Papierfabrik wurde mit einem Defibrillator am Standort Kita Sternschnuppe versorgt. „Wir freuen uns, dass sich Kaufunger Gewerbetreibende bereiterklärt haben, AEDs an ihren Geschäftsstandorten aufhängen zu lassen“, bedankt sich der Hauptamtsleiter. Schließlich seien der Edeka-Markt und die Bank stark frequentierte Orte.
Die einfache Bedienung mit Sprachanweisung macht es nahezu jedem möglich, im Ernstfall mit Hilfe eines Defibrillators aktiv zu werden. Vor jedem Einsatz prüfen sich die Geräte selbst und erklären dem Benutzer die Bedienung und die Maßnahmen in der entsprechenden Ablaufreihenfolge. „Jeder kann das Gerät ohne Einweisung bedienen“, sagt Marion Grawwert vom Deutschen Roten Kreuz. Die kleinen Lebensretter prüfen selbst, ob ein Stromstoß zur Wiederbelebung tatsächlich erfolgen muss oder nicht. Erfahrungen bei einem schnellen Einsatz von Defibrillatoren zeigen, dass die Überlebensrate von 15 auf 60 Prozent gestiegen ist.