Ausbildungsförderung durch Stipendium: Kaufunger ist Stipendiat des Evangelischen Studienwerk Villigst
Was viele nicht wissen – Stipendien sind nicht allein Studierenden vorbehalten, es gibt auch einige Förderprogramme, die Menschen in der Ausbildung finanziell und ideell unterstützen. So wie Leon Radinger: Derzeit ist der 27-Jährige in seinem zweiten Lehrjahr zum Sozialassistenten am Fröbelseminar und absolviert sein Jahrespraktikum in der Kita Pusteblume der Kunigundengemeinde.
Da in vielen Ausbildungen nur ein geringes oder sogar gar kein Gehalt gezahlt wird, wie im Fall der zweijährigen Ausbildung der Sozialassistenz, sind viele Auszubildende auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen, etwa in Form von Ausbildungs-BAföG.
Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, zum Beispiel das im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Pilotprojekt »Begabung aus-bilden« des Evangelischen Studienwerks Villigst. Das seit Herbst 2024 begabte junge Menschen in schulischen oder betrieblichen Ausbildungen fördert. Auch Leon Radinger bewarb sich für das Stipendium und wurde nach einem Bewerbungsprozess über mehrere Runden angenommen.
Radinger erzählt, dass er gerne in einen sozialen Beruf mit Kindern gehen wollte und daher die Ausbildung zum Sozialassistenten begann. Natürlich hatte er sich mit den Konditionen auseinander gesetzt – in diesem Fall: Kein Gehalt und die Zahlung von Schulgeld. Daher recherchierte er nach Ausbildungsbeginn nach Möglichkeiten der Unterstützung und stieß auf das Stipendium von Villigst. „Eine Woche vor Bewerbungsschluss hatte ich alle geforderten Unterlagen beisammen, unter anderem ein Empfehlungsschreiben meiner Schule“, so Radinger. „Nach einer Vorauswahl wurde ich zu einer weiteren Bewerbungs-Runde nach Köln eingeladen.“ Vor Ort lernte er die Villigster dann besser kennen. „Menschlich hat es total gepasst. Einige Zeit später habe ich dann die Zusage für die Ausbildungsförderung bekommen“ erzählt er. Die Förderung beziehe sich dabei stets bis zum Ende der aktuellen Ausbildung.
Auch die ideelle Unterstützung und das Vernetzen stehen im Vordergrund des Stipendiums, so gibt es beispielsweise regelmäßige Zusammentreffen zum Austausch untereinander. Außerdem stehen alle Stipendiaten und Stipendiatinnen in engem Kontakt mit ihren jeweiligen Betreuerinnen oder Betreuern, die als Ansprechperson rund um die Ausbildung und den Alltag fungieren.
Radinger freut sich über die Möglichkeit der Ausbildungsförderung und möchte andere darüber informieren. Wer sich speziell auf ein Stipendium für die Ausbildungsförderung bewerben möchte, kann das in diesem Jahr noch bis zum
23. Juli 2026 tun unter
www.evstudienwerk.de/ausbildung
Hintergrund
Das Evangelische Studienwerk Villigst ist eines der 13 deutschen Begabtenförderungswerke und wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) finanziert. Die Förderung steht Studierenden, Promovierenden und Auszubildenden aller Glaubensrichtungen und Konfessionen offen.