Feierliche Schlüsselübergabe für den Erweiterungsbau der Ernst-Abbe-Schule
Ein besonderer Tag für die Kunigundengemeinde: Der Erweiterungsbau der Ernst-Abbe-Grundschule ist fertig. Zur feierlichen Schlüsselübergabe kamen jetzt VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, Bildung und Bauwesen zusammen. Landrat Andreas Siebert übergab symbolisch die Schlüssel für den Neubau an die Schulleiterin Pia Auell und Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß.
„Eine Schlüsselübergabe für ein neues Schulgebäude ist keine alltägliche Angelegenheit“, so Landrat Siebert. „Die Schulzeit ist prägend für Kinder, sie sollen sich an ihrem Lernort wohlfühlen. Wir als Landkreis konnten dazu jetzt die passenden Räume beitragen.“ Das Projekt sei ohne die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Beteiligten nicht möglich gewesen, so Siebert. Er richtete seinen Dank an die Schulleitung und ihr gesamtes Team, an die Kunigundengemeinde und die Fachfirmen.
„Viele Menschen haben bei diesem Projekt Geduld und einen langen Atem bewiesen“, fand auch Schulleiterin Pia Auell. Sie dankte herzlich dem Landkreis, dem Kollegium, den Elternbeiräten und der Kunigundengemeinde, die, so Auell, immer ein offenes Ohr hatte und eine große Hilfe war. „Wir bereiten die Kinder hier auf das Leben vor und gestalten ihre Zukunft mit. Ich freue mich sehr, dass wir dafür jetzt viel mehr Raum haben – zum Kreativsein, Lernen und Spielen.“
Bürgermeister Arnim Roß zeigte sich über die gelungene Zusammenarbeit ebenso erfreut: „Die lange Zeit des Provisoriums geht zu Ende. Gemeinsam haben wir mit dem Erweiterungsbau mehr als nur ein verändertes schulisches Umfeld für die Kinder geschaffen - das Projekt unterstützt auch das bestehende Ganztagsangebot und trägt so einen wichtigen Teil zu unserem Betreuungsangebot für Grundschulkinder in Kaufungen bei. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Bildungs- und Chancengerechtigkeit.“
Auf die Initiative der Kunigundengemeinde vor rund 14 Jahren mit der vorherigen Schulleiterin Gabriele Worlikar wurde der Prozess angestoßen. Damals wurde auch die kooperative Schulbetreuung bis 17 Uhr eingeführt - ein verlässliches und modernes Betreuungsangebot, das schließlich in das Betreuungsangebot Pakt für den Ganztag mündete. „Es wurden zuerst die pädagogischen Konzepte erarbeitet, bevor die baulichen Voraussetzungen dafür geschaffen wurden“, so Bürgermeister Roß. „Wir wollten das Bildungsangebot verbessern und nicht warten. Auf diese Weise konnten rund drei Generationen von Grundschulkindern diese neue Art von Betreuung und Schule in Kaufungen bereits erleben, bevor die entsprechenden Räume zur Verfügung standen.“
Das Team des Pakts für den Ganztag war maßgeblich an den konzeptionellen Planungen für den neuen Erweiterungsbau beteiligt. Durch die pädagogische Konzeption der Räumlichkeiten, wie beispielsweise die Einführung von Themenräumen wie einem Kreativraum oder dem Spieleflur, verschmilzt nun das schulische Konzept auch räumlich mit dem Ganztags-Betreuungskonzept.
Der Architekt und Projektleiter Johannes Wettengel gab eine Führung durch den neuen, rund 885 Quadratmeter großen Gebäudekomplex. „Der Erweiterungsneubau beherbergt auf zwei Etagen flexible Lern- und Differenzierungsräume, einen Betreuungsraum, eine Mensa mit Küche und Speisesaal sowie Büros für die Ganztagskoordination und den Hausmeister“, erklärte Wettengel. Neben dem Erweiterungsbau der Grundschule wurden auch zwei Schulgebäude und der Schusterbau von 1953 saniert.