Proteste der Gemeinden haben Wirkung gezeigt: Fracking gestoppt


Tief durchatmen können alle Fracking-Gegner in Nordhessen: Vergangene Woche wurde bekannt, dass das Hessische Umweltministerium den Suchantrag des kanadischen Bergbaukonzerns BNK abgelehnt hat. Ohne die Genehmigung darf die Firma, die unter Anwendung der Fracking-Methode Gasvorkommen aufspüren wollte, nicht bohren.
 
Damit sei klar, dass die Proteste der Gemeinden und Bürgerinitiativen gegen das Fracking-Verfahren Wirkung gezeigt haben, kommentiert Bürgermeister Arnim Roß die aktuellen Entwicklungen. Die Ablehnung des Antrags sei unter anderem der Verdienst von starker Bürgerbeteiligung und zeigt, was Partizipation und Stimme erheben bewirken kann. Auch die Gemeinde Kaufungen hatte sich zuvor entschieden gegen das geologische Tiefbohrverfahren ausgesprochen. Mit einem Beschluss der Gemeindevertretung wurde Fracking im Gemeindegebiet abgelehnt. „Die Förderung des Erdgases aus unkonventionellen Lagerstätten ist nicht mit den Kriterien der Energiewende und des Klimaschutzes vereinbar“, erklärte der Bürgermeister im September 2012. Zudem sei die Fracking-Methode nicht nur für die Umwelt, sondern auch für das Trinkwasser eine große Gefährdung. Diese Befürchtungen haben sich angesichts der Antragsablehnung aus Wiesbaden erübrigt.
 
Im Kampf gegen das Fracking stand Kaufungen nicht allein da: Vor dem Regierungspräsidium protestierten im Oktober vergangenen Jahres über 400 Menschen, darunter zahlreiche Vertreter aus den Kommunen des Landkreises Kassel, gegen die umstrittene Gasfördermethode. „Die Ablehnung des Antrages ist ein Sieg für die Umwelt und erhält ein Stück Lebensqualität in der Gemeinde“, ist sich Roß sicher.