Kunigundentag: Einheit der Christen
Viele Christen aus Kaufungen aber auch aus Franken, Westfalen, Thüringen und anderen Teilen Hessens kamen am 7. September zur Stiftskirche, um den 27. Ökumenischen Kunigundentag zu feiern. Allein aus Bamberg reisten zirka 45 Interessierte, darunter Domkapitular Dr. Gerhard Förch und Prälat Josef Richter an.
Der Kaufunger Kunigundentag wird jährlich am Samstag in der Nähe des 9. September in Erinnerung an die Erhebung der Gebeine der 1200 heilig gesprochenen Kaiserin und Nonne Kunigunde am 9. September 1201 begangen. Festlich eröffnet wurde die Veranstaltung vor der 1987 gepflanzten Kunigundenlinde durch den CVJM-Posaunenchor Oberkaufungen. Hauprecht Freiherr Schenck zu Schweinsberg freute sich in seiner Eröffnungsrede über die zahlreichen Besucher: „Ich hege die Hoffnung, dass jedes Jahr auch neue Gesichter bei dieser Begegnung dabei sind!“. Als Obervorsteher der Althessischen Ritterschaft und Mitglied des Kaufunger Konvents wies er auf die Bedeutung dieser Ökumenischen Zusammenkunft hin: „ Es ist uns ein Anliegen, Altvertrautes im Sinne einer guten Tradition fortzusetzen.“. Gerade in der heutigen Gesellschaft, in der die Zahl der Gläubigen stetig sinke, sei es wichtig, dass sich Christen verschiedener Konfessionen zu Gesang und Gotteslob
zusammen finden. Und so wurde an diesem Tag erneut der Heiligen Kunigunde gedacht, jener herausragenden Frauengestalt des Mittelalters, deren Leben und Werk bis in die Gegenwart wirken. Im Anschluss an die Begrüßung und das gemeinsame Singen des Kunigundenlieds gestalteten Dekanin Carmen Jelinek und Domkapitular Dr. Gerhard Förch einen ökumenischen Festgottesdienst in der Stiftskirche. Feierlich umrahmt wurde der Gottesdienst vom Madrigalchor Obersuhl unter der Leitung von Erich S. Schilhabel. Der Kunigundentag ging am Nachmittag mit einem Agapemahl im Kreuzganggarten und einem Reisesegen in der St. Georgskapelle zu Ende.