Maßnahmen aus dem Friedhofskonzept werden umgesetzt: Kaufunger Friedhöfe erhalten mehr Aufenthaltsqualität

Friedhöfe sind Orte der Trauer und des Abschieds – aber auch Orte des Erinnerns, der Begegnung und des Trostes. Sie gehören zum direkten Lebensumfeld und werden von Bürgerinnen und Bürgern auf ganz unterschiedliche Weise genutzt. Seit 2019 beschäftigt sich die Kunigundengemeinde intensiv mit der Weiterentwicklung ihrer Friedhöfe. Das über mehrere Jahre erarbeitete Gesamtkonzept geht nun in die konkrete Umsetzung. Ziel ist es, die Friedhöfe an die Veränderungen der Bestattungskultur anzupassen, die Belegungsstruktur zukunftsfähig zu gestalten und die Aufenthaltsqualität für Angehörige und Besucher deutlich zu verbessern.

Mit der Vergabe der landschaftsgärtnerischen Bauleistungen in Höhe von rund 865.000 Euro beginnt jetzt die praktische Umsetzung des Konzepts. Die Friedhöfe sollen künftig stärker einen parkähnlichen Charakter erhalten. Umfangreiche Baumpflanzungen, die aus dem Bundesprogramm KfW 444 bezuschusst werden, schaffen neue grüne Bereiche und erweitern gleichzeitig die Möglichkeiten für Friedparkbestattungen. Darüber hinaus werden neue Wege angelegt und Abschiedspavillons errichtet. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten und Wasserzapfstellen sollen den Aufenthalt für Angehörige und Besuchende angenehmer machen. Auch die Wirtschaftshöfe werden neu strukturiert.

Insgesamt soll die Aufenthaltsqualität auf den Kaufunger Friedhöfen für Trauernde gesteigert und ein Begegnungs- und Verweilort mit Erholungswert für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden.

Grundlage für die anstehenden Maßnahmen ist eine umfassende Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2019. Eine beauftragte Fachfirma untersuchte die Friedhöfe vor Ort und entwickelte auf dieser Basis das Friedhofskonzept mit einer konkreten Maßnahmen- und Kostenübersicht. Dabei wurde unter anderem geprüft, wie viel Fläche angesichts der bestehenden und künftig zu erwartenden Belegungszahlen tatsächlich benötigt wird. Gleichzeitig wurden Vorschläge für eine zeitgemäße und sinnvolle Modernisierung erarbeitet.

In die Beratungen wurden auch Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, der Bestattungsunternehmen und der Steinmetzbetriebe einbezogen. Ihre Erfahrungen und Anregungen flossen in die weitere Entwicklung des Konzepts ein. Das daraus entstandene Gesamtkonzept wurde schließlich im Jahr 2024 beschlossen.

Mit der Vergabe der Bauleistungen und dem zeitnahen Start der Bauarbeiten wird das Konzept nun Schritt für Schritt sichtbar werden.