Schottische Musik und schottisches Wetter: Die „Old Blind Dogs“ begeistern in der Kaufunger Zehntscheune

Passend zum typisch schottischen Wetter, das in der vergangenen Woche in Kaufungen Einzug hielt, begeisterte eine traditionelle Folk-Band aus den schottischen Highlands, „The Old Blind Dogs“, in der ausverkauften Zehntscheune. „Danke für das schottische Wetter“, sagte Sänger und Gitarrist, Aaron Jones, zu Beginn des Konzertes. Dann stellte er den Zuhörern seine Bandkollegen vor: „I´m old and he is blind“, witzelte der Frontmann in Anlehnung an den Namen seiner Band „Old Blind Dogs“.

Die vierköpfige Kultgruppe, die bereits im Jahr 2012 schon mal zu Gast in Kaufungen war, gilt als eine der besten musikalischen Formationen, die Schottland zu bieten hat. 2007 gewannen sie sogar den Titel „Best live act“ bei den Scots Trad Musik Awards, einer beliebten musikalischen Auszeichnung in Schottland. Völlig zu Recht, wie sich am vergangenen Donnerstagabend herausstellte. Mal instrumental, mal a cappella versprühten die Schotten in der alten Zehntscheune ein Gefühl von Fernweh. Sie sangen von Liebe, vom Meer und vom typisch schottischen Kultgetränk, dem Whisky. Dabei kam besonders Gänsehaut auf, als Bandmitglied Ali Hutton zur Flöte griff und das typisch schottische Timbre erzeugte. „Sie dürfen auch Tanzen“, animierte Frontmann Aaron Jones immer wieder das Publikum, was in Anbetracht des Platzmangels in der ausverkauften Scheune jedoch etwas schwer fiel. Das hieß jedoch nicht, dass die Stimmung weniger ausgelassen war. Im Gegenteil, die Zuhörerinnen und Zuhörer konnte nicht genug bekommen vom schottischen Sound und spendeten immer wieder großen Applaus. Aaron Jones an der Gitarre, Ali Hutton am Dudelsack und an der Flöte, Fraser Stone an den Drums und Jonny Hardie an der Geige: Mehr Schottland ging wohl nicht.