Orchester Mitreißend begeistert in der Zehntscheune

Wie der Name des im Jahr 2012 gegründeten modernen Orchesters Kaufungen Nieste bereits verriet, war das Konzert zum Auftaktwochenende des diesjährigen Stiftssommerprogramms durchweg „mitreißend“. Zwar wurde der Veranstaltungsort wegen einer Schlechtwetterprognose kurzerhand in die Zehntscheune verlegt, einen Abbruch tat das der Stimmung jedoch nicht. In warmen Decken eingekuschelt lauschten rund 100 Zuhörer einem kurzweiligen musikalischen Programm, das von moderner Blasmusik aus der Pop- und Musicalszene, über sinfonische Werke bis hin zu traditionellen Märschen reichte.

„Es wird ein atemberaubender Abend mit viel Musik und Surprise“, kündigte Magalie an. Die Mäusedompteuse, die schon während der 1000-Jahrfeier mit ihrem Mäuseroulette zahlreiche Menschen begeisterte, übernahm in witzig charmanter Weise die Moderation zwischen den Musikstücken und brachte das Publikum zum Schmunzeln. „In der Scheune darf auch gehüpft werden“, witzelte Magalie im französischen Akzent. Und sie versprach nicht zu viel, denn das Orchester überzeugte die Besucher mit musikalischer Präzision und klangvollen Melodien. Im Takt wippten die Füße, als Peter Maffays „Nessaja“ ertönte. Viel Applaus erntete auch ein Medley aus dem Musical „Tanz der Vampire“. Den Solopart bei „Totale Finsternis“ übernahm ein Saxophon – Gänsehautfeeling pur. Aber auch für die Seemannlieder im Stück „Waterkant“ oder für das „Tribute to Whitney Houston“ gab es viel Applaus. Jacob de Haans Komposition „Ross Roy“ sorgte für eine musikalische Herausforderung. „In allen Stimmung gibt es unterschiedliche Melodien“, erklärte der musikalischer Leiter des Orchesters, Klaus Missing. Das sei nicht einfach für die Musiker. Sie meisterten das Stück jedoch mit Bravur und zeigten einmal mehr ihr musikalisches Können.

Eines der musikalischen Highlights des Abends war sicherlich das Schlussfinale mit „Highland Cathedral“, einem bekannten schottischen Folksong. Begleitet wurde das Orchester dabei von Gerno Gebhardt, einem Dudelsackspieler im traditionell karierten Kilt. Mehr Gänsehautstimmung ging wohl nicht.