Mit hohem Tempo ins Tal - Kaufunger Bobbycar-Rennen
Sie sind klein, meistens rot, können ziemlich schnell sein und sie machen ein ganz typisches Geräusch, das Menschen, die mit kleineren Kindern zu tun haben nur allzu vertraut ist. Jeder kennt sie, die Bobby-Cars und sie sind längst nicht nur bei Kindern beliebt, wie man an einem der vergangenen Wochenenden wieder einmal erleben konnte.
Die Naturfreunde hatten zum 4. Kaufunger Bobby-Car-Rennen geladen und Gäste aus ganz Deutschland nahmen daran teil. Ein stürmischer Wind ließ die Veranstalter beim Aufbau anfangs noch ein wenig skeptisch nach oben blicken, doch dann strahlte ein freundlicher Himmel über dem gesamten Rennwochenende. Pressewart Rolf Müller eröffnete die Veranstaltung mit einem Dank an das gesamte Naturfreunde-Team, an die Sponsoren und zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. Bürgermeister Arnim Roß wünschte dem Rennen einen spannenden Verlauf und hob das Besondere dieser Kaufunger Veranstaltung hervor - „in einer Zeit, in der es Events nur so hagele“. Gemeinsam mit Ulrike Gottschalk, Bundestagsabgeordnete der SPD für den Wahlkreis Kassel, verfolgte er das spannende Rennen direkt an der Piste. Bei den Erwachsenen gingen am Samstag vier Teams an den Start. Pro Rennen nahmen zwei Fahrer ihre Position auf der Rampe der Startbühne ein und los ging`s - in ordentlichem Tempo, mit Schwung, Körperspannung und Schwerkraft die Freiheiter Straße hinunter. Schutzkleidung und Helm waren dabei natürlich vorgeschrieben, denn die umgebauten Profi-Flitzer erreichten bei der rasanten Fahrt bis zu 50 Stundenkilometer! Mit einem Unterboden aus Stahl, einem breiteren Sitz und einem erhöhten Lenkrad wurden sie vorher wettbewerbsreif ausgebaut. Auch während des Renntages wurde geschraubt, getüftelt und gebastelt, während die Besucher die technische Kreativität und handwerkliche Ausführung bewundern konnten. Einige Fahrzeuge wurden im Anschluss an die Rennen stolz ausgestellt und fanden viele interessierte Technikfans. Die abschüssige Piste war an diesem Wochenende natürlich für den Autoverkehr gesperrt. Autoreifen links und rechts der Strecke schützten die Rennfahrer ebenfalls vor Verletzungen. Es gab ordentlich Beifall an der Strecke und in der Zieleinfahrt - besonders für das heimische Team, das am Ende den zweiten Platz belegte. „Die Rennen sind äußerst spannend und die Naturfreunde sind liebevolle und bemühte Gastgeber“, lobte Besucherin Bettina Schaumburg. Fürs leibliche Wohl wurde tatsächlich bestens gesorgt und Gäste wie Anwohner waren bei schönstem Sonnenschein sowie beim abendlichen Live-Konzert der Band „RoXxygen“ guter Laune. Dies galt auch für den zweiten Veranstaltungstag, an dem Kinder und Jugendliche ihr Fahrkönnen unter Beweis stellen konnten. Auch sie sausten mit viel Freude ins Tal und lieferten sich ein spannendes Rennen. Das Steuern der kleinen Rennautos erforderte eine ordentliche Portion Geschicklichkeit, aber auch diese jungen Rennfahrer meisterten die Aufgabe in ihren jeweiligen Altersklassen hervorragend.
Einen ganz besonderen Blickfang an diesem Wochenende stellte ein rotes Bobbycar dar, das in der gestutzten Baumkrone am Eingang zum Naturfreundehausgelände seinen Ehrenplatz hatte und nicht wenige an das „Penone-Kunstwerk“ in der Kasseler Aue bei der letzten Documenta erinnerte.