Spannende Fragen und kreative Ideen beim Schulbesuch im Rathaus
22 interessierte Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Ernst-Abbe-Schule besuchten mit ihrer Klassenlehrerin Luise Stolpe das Kaufunger Rathaus – und hatten jede Menge Fragen im Gepäck. Bürgermeister Arnim Roß empfing die Gruppe im Rathaussaal mit Handschlag und erklärte auf Nachfrage, dass dieser Raum mit dem langen Tisch meist für Sitzungen genutzt wird. Es sei wichtig, dass viele Menschen mitwirken in einem Ort, denn ein Bürgermeister kann nicht alles allein bestimmen: „Politik funktioniert nur, wenn viele mitmachen.“ Und so wurden gleich Begriffe wie „Gemeindevertretung“ und „Gemeindevorstand“ geklärt.
Doch bevor es um die großen Themen ging, klärten die Kinder erst einmal ganz persönliche Dinge: Darf man „du“ sagen oder lieber „Sie“? Wie alt ist der Bürgermeister und was isst er am liebsten? Hat er ein Lieblingstier? Was trinkt er denn gern? Geduldig beantwortete der Verwaltungschef alle Fragen und freute sich besonders über eine ganz entscheidende: Macht dir der Job Spaß? „Ja, meine Arbeit macht mir viel Spaß“, bekräftigte Arnim Roß, „Ich war schon immer politikinteressiert, habe mich zunächst ehrenamtlich engagiert und hatte viele Ideen für Kaufungen, die sich dann aber besser umsetzen ließen, indem ich beruflich im Rathaus arbeite.“ Besonders wichtig sei es ihm, die Demokratie zu schützen und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv einzubringen.
Doch die Schülerinnen und Schüler wollten noch weitere Dinge wissen: Kann es einen Fahrradweg Richtung Nieste geben? Wann wird der Parkourplatz wiedereröffnet? Und wäre nicht ein Wasserspielplatz am Steinertsee eine tolle Idee? Bürgermeister Arnim Roß ermutigte die Kinder mehrfach, solche Anliegen beim nächsten Jugendforum einzubringen, wo die Jugendlichen ihre Vorschläge vorstellen und mitgestalten können.
Ein echtes Ärgernis beschäftigte die Klasse zum Abschluss besonders: Hundehaufen auf den Gehwegen – trotz Beutelspender und regelmäßigen Hinweisen in der Kaufunger Woche. Und es wurde auch prompt eine Lösung präsentiert: Selbstgemalte bunte Plakate der Kinder mit klaren Botschaften herstellen und an den betroffenen Stellen aufhängen – eine tolle Idee, die einen Versuch lohnt, noch einmal anders an die Hundebesitzer zu appellieren!
Nach einer lebhaften Fragerunde endete der spannende Rathausbesuch mit kräftigem Applaus und einem Gruppenfoto vor dem Rathaus.