Tag der Städtebauförderung: Fachwerkscheune in Oberkaufungen öffnete ihre Türen
Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung öffnete das Fachwerkberatungszentrum in der historischen Fachwerkscheune in Oberkaufungen seine Türen. Gemeinsam informierten das Fördergebietsmanagement (Planungsbüro akp_) und Fachberater Florian Hönig über das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ im Altdorf/Stiftsfreiheit Oberkaufungen, über Beratungsangebote des Fachwerkvereins sowie bereits umgesetzte Maßnahmen rund um die Fachwerkscheune.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die umfassende Neugestaltung der Außenanlagen an der Fachwerkscheune, die mit Unterstützung der Städtebauförderung realisiert wurde. Rund zwei Drittel der Gesamtkosten in Höhe von etwa 60.000 Euro wurden durch Fördermittel getragen. Entstanden sind hochwertige Natursteinmauern, neue Parkplätze, gepflasterte Abstandsstreifen entlang des Gebäudes sowie eine wassergebundene Decke, die sich harmonisch in das historische Ensemble einfügt und gleichzeitig neue Aufenthaltsqualität schafft. Ergänzt wird der Bereich durch Sitzbänke und Fahrradständer. Zudem wurden im Zuge der Arbeiten umfangreiche Geländearbeiten auf der rund 400 Quadratmeter großen Fläche vorgenommen.
„Der Fachwerkverein war in die Planung einbezogen und die Umsetzung der Bauarbeiten hat rund drei Monate gedauert“, berichtet Fachberater Florian Hönig.
Eigentümer können Förderungen erhalten
Seit dem Jahr 2020 ist Kaufungen Teil des Städtebauförderprogramms Lebendige Zentren. Ziel des Programms ist es, das historische Zentrum von Oberkaufungen nachhaltig zu stärken und das Ortsbild langfristig zu erhalten sowie weiterzuentwickeln. Gefördert werden dabei sowohl öffentliche als auch private Maßnahmen.
Zu den öffentlichen Projekten zählen unter anderem die Sanierung der Treppenanlagen im Altdorf, die Modernisierung des Regionalmuseums sowie die Gestaltung des Balkons „Zur Schönen Aussicht“. Darüber hinaus unterstützt das Förderprogramm auch private Sanierungsvorhaben sowie die Gestaltung von Außenanlagen innerhalb des Fördergebiets. Dafür steht ein spezielles Anreizprogramm für private Eigentümerinnen und Eigentümer zur Verfügung.
„Wir haben im Fördergebiet bereits 30 Beratungen von Privateigentümern durchgeführt“, ergänzt Florian Hönig. „15 bauliche Maßnahmen wurden konkret beantragt.“
Eigentümerinnen und Eigentümer können innerhalb des Fördergebiets Zuschüsse für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in Höhe von bis zu 25 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 19.999 Euro erhalten. Für die Aufwertung von Freiräumen und Außenbereichen sind Förderungen von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben beziehungsweise maximal 5.000 Euro bei Einzelmaßnahmen und maximal 7.000 Euro bei gemeinsamen Maßnahmen mit Nachbargrundstücken möglich.
Das insgesamt 12,4 Hektar große Fördergebiet umfasst das Altdorf Oberkaufungen sowie das oberhalb gelegene Stift und soll in den kommenden Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt werden.