Folgeantrag bewilligt: Gemeinde Kaufungen erhält erneuten Zuschuss für familienfreundliche Angebote
Nun gab es abermals einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro für die Förderung der Familienarbeit. „Mithilfe dieser Finanzspritze können wir weitere interessante Projekte auf den Weg bringen“, erklärt Bürgermeister Arnim Roß. Dabei arbeiten die Begegnungsstätte für Alt und Jung, die Jugendarbeit der Gemeinde Kaufungen und der Verein Familienzentrum e.V. eng miteinander.
Um die Begegnung zwischen Alt und Jung zu fördern, die Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung zu verbessern und der Vereinsamung älterer Menschen entgegen zu wirken, wurden die Fördermittel im vergangenen Jahr bereits gezielt eingesetzt und erfolgreiche Projekte initiiert:
Beim Computerkurs „Silver Surfer“ lernten 15 Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 65 und 85 Jahren von Jugendlichen, wie man „skypt“, Emails verschickt oder mit Wikipedia umgeht. „Der Computerkurs war ein voller Erfolg und hat nicht nur den älteren Teilnehmern Spaß gemacht“, erzählt Dietlind Meyer, Leiterin der Begegnungsstätte und Mitorganisatorin des Projektes. Auch die Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien mit Eifer dabei gewesen, um den Senioren erste Schritte im Umgang mit dem PC zu zeigen.
Ein weiteres Projekt, das von der Begegnungsstätte, der Jugendarbeit und dem Verein Familienzentrum e.V. angekurbelt wurde, war ein Fotoworkshop unter dem Motto „Begegnung von Kindern und älteren Menschen“. Fotografisch wurden Themen wie „Schule früher und heute“ oder „alte und neue Spiele“ sichtbar gemacht. Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung mit großformatigen Schwarz-Weiß-Plakaten in der Begegnungsstätte und im Familienzentrum präsentiert. Ein Kunstwerk aus Naturmaterialien und farbiger Wolle ist derzeit im Außenbereich der gemeindlichen Wohnanlage zu bestaunen. Geschaffen wurde es von jungen und älteren Menschen im Rahmen des Gesundheitstages 2013.
Überhaupt fließt der Wissenstransfer bei den initiierten Projekten nicht immer nur von Jung nach Alt, sondern auch von Alt nach Jung. Bei dem Projekt „Was die Großmutter noch wusste“ zeigten Seniorinnen im Frühjahr diesen Jahres, wie man Socken strickt und Mützen häkelt. „Nicht jeder hat das Glück, zuhause noch eine Oma zu haben, die einem solche Sachen beibringt“, sagt Dietlind Meyer, „das Miteinander der alten Frauen und der jungen, sehr interessierten Menschen war für beide Seiten erfrischend und fruchtbar.“
„Die Projekte zielen insbesondere darauf ab, die Begegnung zwischen Jung und Alt zu fördern“, erklärt der Bürgermeister. Das habe bei den generationsübergreifenden Projekten im vergangenen Jahr bereits gut geklappt und das wolle man auch so weiterführen.
Für die zweite Jahreshälfte 2013 sind weitere interessante Vorhaben geplant: Kindertagesstättenkinder und Senioren werden sich im Rahmen eines Fotoprojektes begegnen und dabei gemeinsam etwas Kreatives schaffen. Außerdem soll ein Kochkurs stattfinden, bei dem traditionelle Kochrezepte und Wissen über gesunde Ernährung von Seniorinnen an junge Menschen weitergegeben werden.
Der PC-Kurs „Silver Surfer“, der bereits im vergangenen Jahr erfolgreich durchgeführt wurde, soll auch in diesem Jahr weitergeführt werden. Termine werden in der Kaufunger Woche bekanntgegeben.