GrimmSteig-Tage 2026 starten mit inklusiver Wanderung: „Kurze Beine und müde Füße“
Viele Menschen – darunter Kinder und Seniorinnen und Senioren, geübte Wandernde sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität – kamen am Sonntag zur Eröffnungswanderung an die Weinberghütte am Steinertsee. Dort konnten sie an einer von drei Wanderungen teilnehmen.
Zu Beginn wurde das Wanderangebot der GrimmSteig-Tage offiziell von Bürgermeister Arnim Ross und Horst Hoffmann von der Wanderschule Nieste e.V. eröffnet. Arnim Ross dankte in seiner kurzen Begrüßung den Organisatorinnen und Organisatoren sowie den beteiligten Vereinen, darunter dem Niederkaufunger Wanderverein, der Wanderschule Nieste e.V. und Spurwechsel e.V.: „Ohne Menschen, die helfen, wäre das nicht möglich. Es lebt von Solidarität und davon, dass wir uns umeinander kümmern.“ Er betonte, dass der Gemeinschaftsgedanke durch die inklusiv gestaltete Wanderung gut verankert worden sei. Horst Hoffmann, Organisator der GrimmSteig-Tage, wünschte den Wanderinnen und Wanderern viel Freude bei einer der drei kleinen Touren des Tages und sagte, dass müde Füße auch etwas Gutes seien, weil man daran spüre, dass man sich bewegt habe.
Anschließend teilten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Wandergruppen auf. Die Routen reichten von 1,5 Kilometern um den Steinertsee bis zu 4 Kilometern auf dem Radweg in Richtung Niederkaufungen.
Die Gruppe auf der kleinen Strecke um den Steinertsee startete als erste. Birgit und Cornelia vom Wanderverein Niederkaufungen begleiteten die 1,5 Kilometer lange Route. Mit dabei waren Kinderwagen, Rikschas, Menschen mit Gehstöcken, kleine Beine, müde Füße und vor allem viel Lust an Bewegung.
Kaum ging es los, stoppte ein starker Regenschauer die Gruppe mit rund 25 Teilnehmenden. Die Regenpause wurde zum Schnuddeln genutzt und tat der Bewegungslust keinen Abbruch. Die Route um den Steinertsee war den meisten bekannt, dennoch gab es auch für viele Neues zu entdecken. Vorbei an Pfützen waren die Kleinsten mit Gummistiefeln klar im Vorteil. Schwäne entdecken und Gänse zählen hieß es beim Rundgang. Rosa Seerosen wurden bestaunt, weiße Seerosen entdeckt.
Die Wasserläufer liefen an diesem Tag zwar schneller auf dem See als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der kleinen Wanderung. Aber um Geschwindigkeit ging es nicht. Vielmehr ging es darum, ins Gespräch zu kommen, gemeinsam Zeit zu verbringen und die Natur zu bestaunen.
Eine Teilnehmerin erzählte, sie sei mitgegangen, weil man Kinder so schon früh an Wanderungen heranführen und ihnen zeigen könne, wie schön es in unserer Gegend ist. Man könne stehen bleiben, entdecken und Dinge in der Natur zeigen.
So wurde die Eröffnungswanderung trotz Regenschauer zu einem gelungenen Auftakt der GrimmSteig-Tage 2026.
Im Anschluss an die Wanderungen lud der Wanderverein Niederkaufungen zu Kaffee und Kuchen ein.
Anmeldungen für die Wanderungen der nächsten zwei Wochen sind weiterhin möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Website der GrimmSteig-Tage.
(kkp)