Kaufunger Stiftssommer: Unvergleichliche Stimmung beim Open Air-Sonderkonzert von Mamadou Diabaté und Percussion Mania

Ein besonderes Stiftssommer-Konzert fand in Kooperation mit dem Kultursommer Nordhessen im Stiftshof statt: Als Open Air bzw. Klappstuhl-Konzert gekennzeichnet traten dort der Musiker Mamadou Diabaté und die 2006 von ihm gegründete Gruppe Percussion Mania auf - weltweit einzigartig, da zwei Balafone als Lead-Instrumente dienen traditionelle westafrikanische Schlaginstrumente aus Holz.

Rund 100 Menschen kamen zu diesem weltmusikalischen Erlebnis in den Stiftshof in die Kunigundengemeinde. Im Vorfeld gab es bereits ein gastronomisches Angebot des Kaufunger Hofs, bei dem die Besucherinnen und Besucher zwischen herzhaften Gerichten, kühlen Getränken und Fingerfood wählen konnten.

Ohne viel Aufheben eröffnete die Projektleiterin des Kultursommers Nordhessen, Roberta Wagner, den Konzertabend und hieß nicht nur das Publikum, sondern vor allem die Band herzlich willkommen. Die sechsköpfige Formation rund um Mamadou Diabaté und Yacouba Konaté begann ohne Umschweife mit dem Konzert. Nach den ersten Liedern, die für eine wunderbar ausgelassene Stimmung an diesem sommerlichen Abend sorgten, stellte Leadsänder Mamadou Diabaté seine geschätzten Bandmitglieder vor und erläuterte den Kontext zu jedem Lied. Eines etwa hob die Relevanz von Zusammenarbeit hervor, denn „Alleine zu sein ist nicht lustig, zusammen ist es besser“, so Diabaté. Das Publikum war anfangs etwas verhalten, die lockere und humorvolle Art der Band brach aber definitiv das Eis, am Ende ließ das Publikum ihre Stühle Stühle sein und tanzte vor der Bühne mit den Musikern mit, die selbst großen Spaß bei ihrem Auftritt hatten.

Die musikalischen Dialoge zwischen den Musikern Mamadou Diabaté und Yacouba Konaté waren experimentell und aufregend, klangen dabei aber harmonisch, treibend und nicht selten lebensbejahend. Besonders der Klang der Balafone blieb im Ohr. Diabaté erzählte, dass er aus einer Familie von Balafon-Spielern komme und das Instrument seit unglaublichen 47 Jahren spiele. Er erklärte, dass es aus handgefertigten Holz-Klangstäben und darunter hängenden Kalebassen, also ausgehöhlten Kürbissen bestehe, die für ein besonderes Nachhallen des Klangs sorgen.

Die Band würdigte in ihrem Programm Seengwa, die fast vergessene Musiktradition der Sambla, einem Volk aus Burkina Faso, deren Balafonspiel sogar als Sprachersatz dient.
Die Chemie und das perfekte Zusammenspiel der Musiker untereinander, die humorvolle Kommunikation zwischen den Liedern und die gelöste Stimmung, die das Konzert verbreitete, sorgten für einen rundum gelungenen Abend in der schönen Kulisse des Stiftshofs.