Vorgärten mit Zukunft: Kaufungen zeichnet kreative Naturgärten aus

Wie viel Leben in einem Vorgarten stecken kann, zeigte der Wettbewerb „Vorgarten mit Zukunft“ auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll: Aus zwölf Einsendungen wurden nun fünf besonders naturnahe und klimafreundliche Vorgärten ausgezeichnet. Die prämierten Gärten überzeugen vor allem als wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere.

Der Eigenbetrieb der Kunigundengemeinde Kaufungen hatte den Wettbewerb erneut ausgelotet, um mehr Artenvielfalt und nachhaltige Begrünung im Ort zu fördern. Bürgermeister Arnim Roß betonte bei der Preisverleihung:
„Jeder naturnah gestaltete Vorgarten trägt dazu bei, Kaufungen lebenswerter und grüner zu machen. Die vielen kreativen Ideen zeigen, wie Klimaschutz und attraktive Gestaltung ganz praktisch zusammengehen können.“

Im Rahmen der Dorftage wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.200 Euro vergeben. Die ausgezeichneten Vorgärten machen deutlich, wie unterschiedlich naturnahe Gestaltung aussehen kann – von artenreichen Wildblumenflächen über strukturreiche Hecken bis hin zu nachhaltigen Nutzgärten.

Kategorie „Bestehender Vorgarten“

1. Platz: Volker Ahrendts
Der Siegergarten überzeugte die Jury mit einem besonders durchdachten Konzept für Biodiversität und Nachhaltigkeit. Heimische Sträucher, Wildstauden, eine artenreiche Blumenwiese sowie Elemente wie Benjeshecke, Insektentränke und Bienenhotel schaffen vielfältige Lebensräume für Vögel, Wildbienen und andere Bestäuber. Durch die Kombination aus Blühflächen, Nutzbeeten und naturnahen Rückzugsorten entstand ein lebendiger Gartenraum mit hohem ökologischem Wert.


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2. Platz: Anke Bostelmann
Der prämierte Vorgarten verbindet alten Baumbestand mit naturnaher Blütenvielfalt und bewusst wilden Bereichen. Große Bäume, heimische Gehölze, Totholzbereiche und zahlreiche Nistmöglichkeiten bieten vielen Tierarten Schutz und Nahrung. Rund um das Haus entstand zudem ein üppig blühender Bauerngarten mit Stauden, Kräutern und insektenfreundlichen Pflanzen, der sich weitgehend selbst erhält und ohne künstliche Bewässerung oder Dünger auskommt. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von der außergewöhnlichen Artenvielfalt im Garten.

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3. Platz: Winfried Hagelstein
Mit viel Liebe zum Detail entstand hier ein terrassierter Vorgarten mit abwechslungsreicher Bepflanzung aus Bodendeckern, Stauden und Frühblühern. Unterschiedliche Blühzeiten sorgen über viele Monate hinweg für Farbe und Nahrung für Insekten. Besonders positiv bewertet wurden die ressourcenschonende Bewässerung mit gesammeltem Regenwasser sowie die konsequente Begrünung der Flächen, die den Pflege- und Wasseraufwand deutlich reduziert.

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Kategorie „Neugestaltung / Umgestaltung“

1. Platz: Wohnprojekt Gemeinschaftlich Wohnen in Kaufungen
Das Wohnprojekt in der Anja-Niedringhaus-Straße setzte bei der Neugestaltung konsequent auf Artenvielfalt und Nachhaltigkeit. Entstanden sind großzügige Wildblumenflächen, Staudenbeete und naturnahe Strukturen mit Weinreben, Obstgehölzen, Trockenbereichen und insektenfreundlichen Pflanzen. Auf Rasen wurde bewusst weitgehend verzichtet. Die vielfältige Bepflanzung bietet zahlreichen Bestäubern Nahrung und schafft zugleich attraktive Aufenthaltsräume für die Bewohnerinnen und Bewohner.

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2. Platz: Stefan Wagner und Ursula Halfmann
Das Paar verwandelte den Vorgarten und angrenzende Flächen Schritt für Schritt in einen naturnahen Nutz- und Lebensraum. Neben Gemüsebeeten, Kräutern und Beerensträuchern entstanden Trockensteinmauern, Wildblumenbereiche und Rückzugsorte für Tiere. Alte Pflanzenbestände wurden erhalten und organisches Material konsequent wiederverwendet. Der Garten verbindet ökologische Vielfalt mit traditioneller Nutzgartenkultur und macht nachhaltiges Gärtnern direkt an der Straße sichtbar.

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Platz 3 in der Kategorie „Neugestaltung/ Umgestaltung“ wurde nicht vergeben.

„Die ausgezeichneten Gärten zeigen, dass schon mit vergleichsweise kleinen Veränderungen ein großer Beitrag für Klima und Artenvielfalt geleistet werden kann. Genau dieses Engagement möchten wir mit dem Wettbewerb sichtbar machen“, zog Projektinitiatorin und Eigenbetriebsleiterin Susanne Schmidt-Osterberg nach der Preisverleihung Fazit.

Der nächste Wettbewerb „Vorgarten mit Zukunft“ ist für das Jahr 2027 geplant.