Von Filmfreizeit bis Glättekelle: Kunigundengemeinde verlieh Innovationspreise für kreative und richtungweisende Projekte

Der Innovationspreis für Bildung und Kultur, der Innovationspreis für Bürgerschaftliches Engagement und der Innovationspreis für Wirtschaft wurden in einem feierlichen Rahmen zum Jahresempfang der Kunigundengemeinde im Rahmen des Heimatfestes verliehen.

Bürgermeister Arnim Roß und der Vorsitzende der Gemeindevetretung, Karl Hellmich, überreichten die Preise symbolisch, mit „Scheck“ und Blumenstraß, den glücklichen Gewinnerinnen und Gewinnern, die mit ihrem Wirken und ihren Projekten zentral für die Zukunftsfähigkeit der Kunigundengemeinde einstehen und das Ortsleben dadurch innovativ mitgestalten.

„Wir ehren damit nicht nur innovative Ideen, sondern vor allem engagierte Menschen, die mit Freude facettenreiche Konzepte entwickeln, die wirklich etwas verändern oder die Lösungen für lange bekannte Probleme finden durch kluge Ideen“, erklärte Bürgermeister Arnim Roß. „In der Kategorie Bildung und Kultur haben wir nämlich zwei Preisträger.“ Die Ideen wurden vor einer Jury präsentiert, die sich unter anderem aus dem Bürgermeister, der Ersten Beigeordneten, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung und den Fraktionsvorsitzenden der in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen zusammensetzte. Diese Kaufunger Bürgerinnen und Bürger setzten sich mit ihren Projekten durch:

In der Kategorie „Bildung und Kultur“ ging der mit 1000 Euro dotierte Preis an zwei Gewinner: Einmal an Susanne Süßner mit dem Kaufunger Kindertheater e.V., die mit dem Preisgeld eine kreative Film-Freizeit für die teilnehmenden jungen Menschen ermöglichen möchte unter dem Titel „Outsiders“. Die Kinder werden auf dieser Fahrt einen Film zu dem gewählten Thema selbst konzipieren, von Regie bis Schnitt und inhaltlicher Recherche alles eigenständig unter professioneller Begleitung umsetzen. „Das Projekt motiviert und aktiviert Kinder und Jugendliche“, so Roß. „Der Film soll auch im Rathaus gezeigt werden.“ Diese Idee sei ein Gewinn für alle Beteiligten, das Kaufunger Kindertheater erhielt 500 Euro für diese Idee.

Die verbleibenden 500 Euro wurden an Marcel Kahl mit seinem Buch-Projekt „Eine Blutspende für Tilda“ verliehen. Kahl erzählt darin die Geschichte der realen Matilda Ast, die an Krebs erkrankte und auf lebensrettende Blutspenden angewiesen war. So vermittelte er kindgerecht medizinisches Fachwissen und veranstaltete im Rahmen des Buchprojekts auch eine Spenden-Aktion für Matilda und deren Familie. „Dieser wichtige Beitrag zur Kinderbuch-Landschaft und der große Einsatz für Matilda und ihre Familie wird von uns gerne gewürdigt“, so Bürgermeister Arnim Roß zu Familie Ast, die stellvertretend für Marcel Kahl den Preis entgegennahm.

In der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement“ wurde der Verein Dorfleben Kaufungen e.V. für sein „Dorfprogramm“ mit 1000 Euro gewürdigt. Das Dorfprogramm ermöglicht die kostenfreie Teilnahme an Bildungs- und Kulturangeboten und Begegnungsformaten in der Kunigundengemeinde, vom Stammtisch Ortsgeschichte bis Nature Journaling. „Mit ihrem innovativen Projekt Dorfprogramm fördern Dorfleben Kaufungen e.V. seit geraumer Zeit Beteiligung und ein nachbarschaftliches Miteinander in unserer Gemeinde“, so Bürgermeister Arnim Roß. „Außerdem ist die Struktur auf andere Gemeinden und Orte anwendbar, das macht Innovation aus.“ Das Preisgeld soll zur Verstetigung von Strukturen, für die Raummiete oder Druckkosten für das Programmheft verwendet werden.

Der Preis von 1000 Euro in der Kategorie „Wirtschaft“ wurde an Henrik Müller und Christoph Kellner von dem Unternehmen Schneegans GmbH & Co. Bauwerkzeug KG verliehen für ihre Glättekelle mit Abdichtung. Damit lösten sie ein in der Handwerksbranche lange bekanntes Problem: Wasser gelangt oft unter den Griff der Glättekelle und von dort aus auf die Wand. Mithilfe eines 3D-Druckers entwickelten Kellner und Müller eine maßgeschneiderte Abdichtung, die das verhindert. „Für diese kreative Lösung, auf die bereits ein Patent angemeldet ist, vergeben wir den Innovationspreis. Damit kommt eine branchenverändernde Idee aus der Kunigundengemeinde und stärkt uns als Wirtschaftsstandort“, so Bürgermeister Roß.
Unter tosendem Applaus nahmen die Gewinnerinnen und Gewinner symbolisch ihre Preise entgegen und waren sichtlich gerührt. Im Anschluss des Jahresempfangs konnte das Publikum an Info-Tischen mit den Gewinnerinnen und Gewinnern über ihre Projekte ins Gespräch kommen.