Lebendiger Austausch zum Thema Hitze: Gespräche auf dem Pausenhof, bei den Dorftagen und auf dem Feierabendmarkt
Ein präsenteres Thema könnte es kaum geben: Extreme Hitze und die Belastungen, die sie mit sich bringt sind auch in Kaufungen zunehmend spürbar. Der Klimaanpassungsmanager der Kunigundengemeinde, Julius Krause, führte mehrere Beteiligungsformate zu diesem Thema vor Ort durch: ein Pausenhofgespräch an der Integrierten Gesamtschule Kaufungen, einen Info-Stand mit Abfrage bei den Dorftagen und eine Abfrage auf dem Feierabendmarkt am Brauplatz. So konnten an unterschiedlichen Orten verschiedenste Zielgruppen erreicht und ihre Ideen und Erfahrungen aufgenommen werden.
Das Ziel der interaktiven Befragungen war es, Ideen der Bürgerinnen und Bürger zu den Themen Klimaanpassung, Hitze und möglichen Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu sammeln. In der großen Pause an der Integrierten Gesamtschule konnten die Kinder und Jugendlichen bei einem Pausenhofgespräch ihre spontanen Einfälle zu Hitze-Orten, Wohlfühlorten und möglichen Maßnahmen für das Schulgelände und die Gemeinde Kaufungen auf Karten und schriftlich festhalten.
Beteiligt an dieser Abfrage waren auch Katharina Reinhold von der die Koordinierungsstelle “Engagiert in Kaufungen“, und Hannah Dreher von der Kinder- und Jugendbeteiligung der Gemeinde und als Kern-Team Klimaanpassungsmanager Julius Krause sowie Dr. Janalisa Hahne und Tom Werner vom Büro INKEK - Institut für Klima- und Energiekonzepte aus Lohfelden.
Auch bei den Dorftagen und dem Feierabendmarkt auf dem Brauplatz entstanden Gespräche über das Thema Hitze und den Umgang damit. Eine Aussage, die laut Krause sinngemäß häufig zu hören war: „Im Sommer fehlt es vor allem an Schatten, gerade dort, wo wir uns im Alltag aufhalten und warten müssen.“
Nach den erfolgreichen Beteiligungsformaten fasst Krause zusammen: „Klimaanpassung gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Alle Teilnehmenden haben uns sehr anschaulich aufgezeigt, wo Hitze im Alltag spürbar und unangenehm wird und wo sie sich mehr Schatten oder Begrünung wünschen. Diese Hinweise sind ein wichtiger Baustein für die weitere Planung sowie Konzepterstellung und helfen uns, Kaufungen fit für die Herausforderungen des Klimawandels zu machen.“
Die Beteiligung geht unterdessen online weiter: Noch bis zum 1. September können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen und Hinweise über eine interaktive Online-Karte einbringen. Dort können persönliche Hitzeorte und Wohlfühlorte markiert sowie potenzielle Gefahrenstellen bei Starkregen benannt werden. Die Hinweise fließen in die weitere Arbeit am Klimaanpassungskonzept der Gemeinde ein.
Hier geht es zur Online-Karte: https://kaufungen.inkek-klima.de/
Informationen zu Vorsichtsmaßnahmen bei starker Hitze finden Sie auf https://www.kaufungen.eu/hitze.