Mit Brezel, Kaffee und Rückenwind in den Arbeitstag: Pendlerfrühstück für über 100 Radlerinnen und Radler kam gut an

„Ich pendle täglich von Wolfsanger nach Kaufungen, nur bei Starkregen und Eisglätte radel ich nicht. Der Weg ist toll zu fahren, ich fahre genau 27 Minuten und ich tue gleichzeitig etwas für meine Gesundheit“, erzählt Claudia Pott aus Kassel. Sie ist eine von mehr als 150 Radpendlerinnen und Radpendlern, die am Dienstagmorgen am Ortsausgang Niederkaufungen eine besondere Überraschung erwartete: ein kostenloses Pendlerfrühstück.

Brezeln, Äpfel und heißer Kaffee standen bereit – und sorgten bei den vorbeifahrenden Radlerinnen und Radlern für einen kurzen, willkommenen Zwischenstopp. Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche hatte ein Team des Zweckverbandes Raum Kassel gemeinsam mit dem Radverkehrsbeauftragten des Landkreises Kassel und dem Klimaschutzmanagement der Kunigundengemeinde Kaufungen die Frühstücksstation aufgebaut.

„Das ist eine tolle Aktion“, fand ein vorbeifahrender Radpendler. Er fährt zweimal pro Woche mit dem Fahrrad von Kaufungen zum Kasseler Hauptbahnhof. Für ihn gehört das Rad längst zum Arbeitsweg dazu.

Danke sagen fürs nachhaltige Pendeln

„Mit der Aktion sagen wir Danke fürs nachhaltige Pendeln“, erklären Christoph Hüter, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises Kassel, und Lisa Haubner vom Klimaschutzmanagement der Kunigundengemeinde Kaufungen. Die Resonanz am Morgen zeigte: Das Dankeschön kam an.

„Viele der Radpendler fahren mit E-Bikes und sind gut ausgestattet“, beobachtete Lisa Haubner. Moderne Fahrräder, E-Bikes und entsprechende Ausrüstung prägen inzwischen das Bild auf den Pendelstrecken. Für viele ist das Fahrrad längst mehr als ein Freizeitgerät – es ist ein ganz selbstverständliches Verkehrsmittel für den täglichen Weg zur Arbeit.

Die Gründe dafür sind vielfältig. „Im Moment nutzen noch mehr Pendler das Rad wegen der zahlreichen Baustellen im Stadtgebiet, wegen der Spritpreise oder einfach, weil sie gern etwas für Gesundheit und Umwelt tun“, berichtet Christoph Hüter.

Viel Zeit für das Frühstück blieb den meisten allerdings nicht. Schließlich wartete der Arbeitsweg. Viele Radpendler nahmen Brezel, Apfel und Kaffee dankend entgegen und schwangen sich direkt wieder aufs Fahrrad. Andere gönnten sich ein paar Minuten Pause, stiegen vom Rad und kamen miteinander und mit dem Aktionsteam ins Gespräch.

Dabei ging es schnell um das, was Radpendler täglich beschäftigt: den Zustand und die Führung von Radwegen, sichere Verbindungen und die Frage, wie der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad noch angenehmer werden kann.

So wurde aus dem kleinen Frühstück mehr als nur ein Snack für unterwegs. Die Aktion bot Gelegenheit zum Dankeschön, zum Austausch und zum kurzen Durchatmen – bevor es für die Radpendler weiterging Richtung Kassel, Lohfelden, Arbeitsplatz und Alltag.