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Klimaschutzmanagement

Kaufunger Klimaschutzkonzept

Mit Beschluss vom 3. Februar 2011 hat die Gemeindevertretung das Ziel vorgegeben, sämtliche Bemühungen zur Energiewende und zum Klimaschutz zu unterstützen sowie bis 2030 eine vollständige Versorgung mit erneuerbaren Energien zu erreichen.

Bereits im Jahr 2013 wurde ein Klimaschutzkonzept der Gemeinde ausgearbeitet, das konkrete Maßnahmen sowie den zeitlichen und finanziellen Aufwand benennt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren an der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes im Rahmen von Klimaschutzwerkstätten beteiligt. Die Gemeindevertretung hatte das Klimaschutzkonzept am 14.11.2013 zur Kenntnis genommen, aber aus finanziellen Gründen nicht beschlossen.

Dennoch sind in den vergangenen Jahren bereits einige wichtige Maßnahmen und Ziele umgesetzt worden:

  • Es ist ein Windenergiepark im Stiftswald mit Bürgerbeteiligung (Energiegenossenschaft Kaufungen) entstanden.
  • Das Kaufunger Stromnetz wurde rekommunalisiert und in Zusammenarbeit mit den Städtischen Werken AG das Gemeindewerk Kaufungen gegründet.
  • Der Bau von Solar- und Photovoltaikanlagen sowie die energetische Gebäudesanierung von Fachwerkhäusern werden mit zinslosen Darlehen aus dem Sondervermögen gefördert.
  • Seit 2015 werden kommunale Gebäude energetisch saniert (Beispiel: Rathaus, Bürgerhaus Kaufungerwald, Kita Pusteblume; Erneuerung der Fensterfassade Haferbachhalle, Einbau von einer Heizungs-Hocheffizienzpumpe in den Kitas Schöne Aussicht und Zwergenburg, auf dem Bauhof sowie im Bürgerhaus).
  • Von den insgesamt 1.771 Straßenlaternen wurden 1.181 auf LED umgerüstet
  • Die Beleuchtung kommunaler Gebäude wird nach und nach auf LED umgestellt.
  • Drei Elektroautos sowie ein Elektronutzfahrzeug sind derzeit Teil des Fuhrparks der Gemeinde und ihrer Eigenbetriebe (Stand: Februar 2021)
  • Es wurden immer wieder Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz initiiert und unterstützt (Bsp.: Saatgut-Tauschbörse, Jungpflanzenmarkt…).

Im Jahr 2018 einigte man sich die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts zu beauftragen sowie eine Stelle für Klimaschutzmanagement zu schaffen.
Die Gemeindevertretung hat das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept am 13. Juni 2019 beschlossen. Fördermittel für die Besetzung eines Klimaschutzmanagements wurden beantragt und gewährt. Am 1. September 2020 hat das Team Klimaschutzmanagement bestehend aus Lisa Haubner und Timo Kuhrau seine Arbeit aufgenommen. Die Förderung ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Klimaschutzmanagement

Die Umsetzung von 24 Maßnahmen in drei Jahren, das ist die Aufgabe des Team Klimaschutzmanagement der Gemeinde Kaufungen: Lisa Haubner und Timo Kuhrau. Die beiden haben ihre Arbeit am 1. September 2020 aufgenommen und teilen sich die für zunächst drei Jahre geförderte Stelle. Gefördert wird die Arbeit von der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Grundlage für ihre Einstellung war das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept von 2019. Da dessen Maßnahmenkatalog sehr umfangreich ist, wurde vom Ausschuss Bauen, Planen, Umwelt, Energie eine Priorisierung vorgenommen. Die Maßnahmen aus den Handlungsfeldern Erneuerbare Energien, Privathaushalte, Gemeindeentwicklung, Ernährung, Mobilität, Wirtschaft sowie Bildung dienen nun als Arbeitsgrundlage für die Klimaschutzmanager*innen.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. www.ptj.de/klimschutzinitiative-kommunen

Laufzeit: 01.09.2020 bis 30.08.2022

Förderkennzeichen: 03KS3153